Suwon-ri (; lokal als Jomulke bekannt) ist ein Ri auf der südkoreanischen Insel Jejudo.
Geografie Suwon-ri liegt auf einer Landzunge an der nördlichen Küste der Vulkaninsel Jejudo am Gelben Meer. Die Küste ist etwa 3 km lang. Die Siedlung befindet sich hauptsächlich an der Küste des südwestlichen Endes des Gemeindegebiets. Der Weiler Yongun-dong liegt an der nordöstlichen Küste. 2006 wurden 72,4 % des Gebiets landwirtschaftlich genutzt.
Auf dem Gemeindegebiet gibt es 11 natürliche Quellen, die früher zur Trink- und Nutzwasserversorgung gebraucht wurden. Die Quellen sind Keunmul, Saengimul, Donjimul, Gaemul, Solpaegimul, Eongmul, Eongmul in Yongun-dong, Soemul, Jungimul, Moshimul und Tongmul.
Der Ort liegt in der Provinz Jeju und gehört zum Verwaltungsgebiet der Stadt Jeju-si. Es ist Teil der Eup Hallim-eup und grenzt an die Dörfer Hansu-ri (Südwesten), Daerim-ri (Süden) und Gwideok-ri (Osten). Das Ri besteht aus einem einzigen administrativen Gebiet (Suwon-ri) mit 26 Ban. Folgende acht historischen Ortsbezeichnungen sind amtlich erfasst: Sang-dong, Jung-dong, Ha-dong, Daesu-dong, Jeon-dong, Sinseong-dong, Sujeon-dong und Yongun-dong.
Namensherkunft Das Gebiet hieß früher „Jomulke“ () und wird auch heute noch von Einheimischen so genannt. Der Name kann in etwa als „Tauch-Wasser-Ort“ übersetzt werden. Es wird davon ausgegangen, dass der Name entweder auf bei Flut überflutete Wasserquellen zurückgeht oder auf die große Zahl an Haenyeo, die dort tauchten. Auch der sino-koreanische Name Jamsupo () weist auf diese Namensherkunft hin. Im Jahr 1882 wurde das Gebiet zu „Suwon“ umbenannt. Durch die Verwaltungsgebietsreform von 1914 unter der japanischen Kolonialverwaltung entstand der heutige Name „Suwon-ri“.
Geschichte Etwa ab 1720 begannen sich Bewohner aus der umliegenden Gegend an drei verschiedenen Stellen anzusiedeln und ein Dorf bildete sich.
Bis 1953 wurde das Gemeindegebiet durch zwei administrative Gebiete verwaltet: Suwon1-ri und Suwon2-ri. Suwon2-ri bestand aus dem Ort Mosal-dongne, der 1953 mit Biseok-dong aus Hallim-ri zum neu geschaffenen Hansu-ri zusammengelegt wurde.
Anfang der 1970er-Jahre wurde ein großes Gebiet gerodet und als landwirtschaftliche Fläche neu organisiert, sodass es in mehr oder weniger gleich große, in einem Schachbrettmuster angeordnete Felder aufgeteilt wurde.
Sehenswürdigkeiten Das Wahrzeichen der Stadt ist der Guryongseok (), ein runder Stein, der eng mit einer Sage verbunden ist: In Suwon-ri soll es den Teich Yonggumot gegeben haben, in dem neun Drachenjungen lebten. Diese kämpften jeden Tag um eine Perle, durch die eines von ihnen zu einem richtigen Drachen werden konnte. Diese Kämpfe lösten Stürme aus, weshalb die Dorfbewohner dafür baten, davon erlöst zu werden. Der Jadekaiser erhörte sie und ließ die Perle versteinern. Die Drachenjungen wurden zu Schlangen und verschwanden, während die steinerne Perle vor Suwon-ri ins Meer fiel.
Infrastruktur Verkehr Am Grenzdreieck Suwon-ri/Gwideok-ri/Daerim-ri befindet sich eine Abfahrt von der Provinzstraße 1132, die bis 2006 die Nationalstraße 12 war. Die Abfahrt führt als „Hallim-ro“ entlang der Gemeindegrenze zu Daerim-ri und begrenzt das Hauptsiedlungsgebiet von Suwon-ri nach Südosten. Entlang der Hallim-ro befinden sich die einzigen Bushaltestellen auf Gemeindegebiet. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen von Suwon-ri sind mit einem gleichmäßigen, schachbrettartigen Straßennetz erschlossen.
An der Küste befinden sich die Fischereihäfen Daesupogu und Pyeongsupogu im Südwesten sowie Yongundonghang bei Yonggun-dong im Nordosten.
Die 15. Etappe des Jejuolle-Wanderwegs führt durch Suwon-ri. Auf der Hallim-ro teilt sich der Wanderweg in Richtung Osten in die zwei möglichen Routen A und B.
Bildung Auf dem Gemeindegebiet gibt es keine Schulen. Die Grundschule Suwon wurde 1980 direkt angrenzend auf dem Gebiet von Daerim-ri errichtet.
Wirtschaft Die Landwirtschaft und Fischerei sind die bedeutendsten Wirtschaftszweige. Im Jahr 2006 wurden hauptsächlich Kohl, Knoblauch, Lauchzwiebeln und Zierpflanzen angebaut.
Bevölkerungsentwicklung +JahrEinwohnerHaushalteQuelle200611374532014104746020231072523202410475162025 (Oktober)1042508
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Jeju-do)