mini|Mordstein in Motten, Unterer Grund.

Der Mordstein ist ein Bildstock in der Gemeinde Motten im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen in der Flurabteilung Unterer Grund am so genannten Finkenstieg an der B 27 einen Kilometer hinter Motten.

Er gehört zu den Baudenkmälern in Motten und ist unter der Nummer D-6-72-134-9 in der Bayerischen Denkmalliste registriert.

Beschreibung

Der Mordstein besteht aus Sandstein und entstand im Jahr 1921.

Der Mordstein besteht aus einem grauen Sandsteinsockel, einem Vierkantpfeiler und einem Aufsatz aus rotem Buntsandstein. Die Pfeilerinschrift lautet:

Der Pfeiler ist nach unten ausschwingend. Der Blockaufsatz ist mit einem Eselsrückendachbogen ausgestattet. Eine Gusstafel zeigt das Brustbild des Kreuztragenden; darunter steht die Inschrift:

Die Bekrönung in Form eines Holzkreuzes ist erneuert.

Über das Unglück am Standort des Mordsteins wird Folgendes überliefert: Am 13. September 1921 bewaffnete sich Ludwig Schuhmann mit einer Pistole und lauerte kurz vor Mitternacht bei seinen Apfelbäumen auf Diebe aus einem nahen obstarmen Dorf. Als er nicht heimkehrte und seine Mutter ihn am nächsten Morgen suchte, fand man ihn, mit einem Prügel erschlagen, tot in einer Hecke auf. Die Mörder konnten nicht ermittelt werden.

Literatur Oskar Kirchner: Die Flurdenkmale im Landkreis Bad Kissingen, Band 4, Eigenverlag des Landkreises Bad Kissingen 1986, S. 62f.

Motten Kategorie:Baudenkmal in Motten (Bayern) Kategorie:Bauwerk in Motten (Bayern) Kategorie:Erbaut 1921 Kategorie:Skulptur (1921) Kategorie:Sandsteinskulptur Kategorie:Relief (Christentum)