Wolfgang Ludwig Otto Friedrich Hassenpflug (* 27. November 1860 in Eschwege; † 2. Oktober 1932 ebenda) war ein königlicher Gewerberat und hochrangiger Beamter (Gewerbeinspektor) in Preußen. Er stammt aus der Familie Hassenpflug.

Leben Hassenpflug besuchte das Königliche Gymnasium in Marburg und das Königliche St. Matthiasgymnasiums in BreslauFestschrift des Königlichen St. Matthiasgymnasiums zur Jahrhundertfeier, 1811-1911, S. 241 Link, wo er 1881 sein Abitur bestand. Hassenpflug studierte an der Technischen Hochschule Hannover. Er legte die Prüfungen im Maschinenbaufach am Technischen Oberprüfungsamt für höhere bautechnische Verwaltungsbeamte ab.

Hassenpflug war seit mindestens 1885 Regierungs-Maschinenbauführer und ab 1890 königlicher Regierungsbaumeister. 1894 trat er zur Gewerbeaufsicht über und war ab wenigstens 1894 (1895) Gewerbeinspektions-Assistent in Lüneburg sowie Koblenz und ab 1897 königlicher Gewerbeinspektor. Im selben Jahr war Hassenpflug Teil der Delegation, die ein neues Sicherheitssprengpulver der Pulverfabrik Rottweil inspizierte.

Hassenpflug trat zum 1. April 1898 die Nachfolge des Gewerbeinspektors Jäkel in Allenstein für die Kreise Allenstein, Rastenburg, Rössel, Heilsberg, Preußisch Holland, Mohrungen, Osterrode, Ortelsburg und Neidenburg an. Zeitgleich war er Vertreter des Regierungs- und Gewerberats Sack der Regierungsbezirke Königsberg und Gumbinnen. Während seiner Zeit in Allenstein saß Hassenpflug in der dortigen städtischen Gesundheitskommission.

1903 folgte die Ernennung Hassenpflugs zum königlichen Gewerberat (persönlicher Rat 4. Klasse).

Hassenpflug war ab dem 1. April 1907 Vorstand der Gewerbeinspektion in Breslau II. (Landkreis Breslau, Kreis Guhrau, Neumarkt, Steinau, Wohlau) und wurde 1908 als Wahlmann des 265. Urwahlbezirks der Stadt Breslau gewählt. Im selben Jahr war er Teil der staatlichen Kommission zur Prüfung der Reinigungsverfahren von Zuckerfabrikabwässern bei der Anwendung des Pfeiffer-Bergreen’schen Verfahren in der Zuckerfabrik Schottwitz.

Ab dem 1. April 1914 war Hassenpflug Gewerberat in Eschwege im Bezirkskreis Kassel. Er trat zum 1. April 1926 in den Ruhestand und starb 1932 in seiner Geburtsstadt.

Auszeichnungen

Roter Adlerorden IV. Klasse

Mitgliedschaften

Akademischer Verein Eisenhütte (Corps Silingia Breslau zu Köln)Anschriftenliste des Weinheimer SC. 1928, S. 66https://sbc.org.pl/Content/296343/i210051-1913_1914-00-0001.pdf, S. 75 Allensteiner Wohnungsbaugenossenschaft (Vorstand) Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und Breslauer Bezirksverein des VDI Verein Deutscher Revisions-Ingenieure (heute: Verein der Aufsichtspersonen und anderen Präventionsexperten in Deutschland)

Familie Wolfgang Hassenpflug wurde am 27. November 1860 als erster Sohn des Friedrich Hassenpflug (1827–1892), Oberlandesgerichtsrat in Breslau und der Anna Volmar, Tochter von Otto Volmar, Kurhessischer Konsistorial-Präsident und Finanzminister, in Eschwege geboren. Wolfgang Hassenpflugs Großvater war der kurhessische Innen- und Justizminister Ludwig Hassenpflug (1794–1862), der Charlotte Grimm (1793–1833), Schwester der Gebrüder Grimm, heiratete. Wolfgang Hassenpflug pflegte regen Briefkontakt mit seinem Onkel Hermann Grimm (1828–1901), Sohn von Wilhelm Grimm.

Wolfgang Hassenpflug war seit 1891 mit Luise Caroline Georgette, geborene Bartsch (1870–1955) aus der Linie derer von Wolff von Todenwarth und derer von Münchhausen, verheiratet. Aus der Ehe ging u. a. der Sohn Karl Friedrich Adolf (1892–1969) und die Tochter Eleonora Anna Luise (* 1893) hervor.

Weblinks

Eintrag in der Deutschen Nationalbibliothek Eintrag in der Deutschen Biographie

Literatur

Bernhard Körner, Fritz Amberger zu Rüschlikon (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch: Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien. Band 54. C.A. Starke, Görlitz 1927.

Einzelnachweise

Kategorie:Beamter (Deutschland) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Person (Verein Deutscher Ingenieure) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1860 Kategorie:Gestorben 1932 Kategorie:Mann