Vinculum (Latein für „Band“ oder „Fessel“) bezeichnet in der mathematischen Notation einen Querstrich über oder unter einem Term. In der frühen Neuzeit wurde zur Kennzeichnung der Operatorrangfolge ein vinculum verwendet, das heißt: Man schrieb beispielsweise oder , in der heutigen Notation , um zu kennzeichnen, dass die Addition zuerst auszuführen ist. Die Notation wurde im 17. Jahrhundert von Frans van Schooten eingeführt, geriert aber ab dem 18. Jahrhundert zugunsten der Klammernotation außer Gebrauch. Aus dem langen Strich ist gemeinsam mit dem Buchstaben r das Wurzelzeichen entstanden.

In der römischen Zahlschrift wurden vincula gebraucht, um eine Multiplikation mit 1000 zu kennzeichnen.

Siehe auch Römische Zahlschrift#Schreibweise mit Vinculum

Anmerkungen

Kategorie:Mathematisches Zeichen