Martin Feinendegen (* 20. Jahrhundert) ist ein deutscher Bauingenieur und Geotechniker. Er ist Akademischer Direktor am Lehrstuhl für Geotechnik im Bauwesen an der RWTH Aachen und forscht vorrangig zu Themen des Tunnelbaus, insbesondere der Vorhersage von Verschleiß und Verklebung beim maschinellen Tunnelbau und der Felsmechanik.

Leben und Ausbildung Feinendegen ist der Sohn des Krefelder Heimatforschers Reinhard Feinendegen (1932–2012). Nach seinem Abitur studierte er Bauingenieurwesen an der RWTH Aachen und schloss sein Studium als Diplom-Ingenieur ab. Nach seinem Abschluss übernahm er Lehr- und Forschungsaufgaben am Lehrstuhl für Geotechnik im Bauwesen der RWTH Aachen. Seit 2017 ist er dort als Akademischer Direktor tätig und koordiniert Lehre, Forschung und administrative Aufgaben. Darüber hinaus ist er Mitglied des Fakultätsrats und der Kommission für Struktur und Finanzen der Fakultät für Bauingenieurwesen der RWTH Aachen University.

Feinendegen lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Aachen-Burtscheid, wo er dem Kirchenvorstand der Pfarre St. Gregor angehört.

Privat engagiert er sich beim Internationalen Bauorden und im Kammerchor Carmina Mundi.

Berufliche Laufbahn Seit seiner Ernennung zum Akademischen Direktor ist Feinendegen für die Organisation von Vorlesungen, Prüfungen und Forschungsprojekten verantwortlich. Er leitet Projekte im Bereich des maschinellen Tunnelbaus und berät bei geotechnischen Herausforderungen in Bauvorhaben. Seine Expertise umfasst die Untersuchung von Locker- und Festgesteinen, die Bewertung von Verklebungsrisiken und die Prognose von Werkzeugverschleiß bei Tunnelvortrieben. In diesem Zusammenhang ist er auch Obmann des Arbeitskreises 1.11 Verschleiß und Verklebung der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik und Mitglied im Arbeitskreis 3.3 Versuchstechnik Fels.

Darüber hinaus ist er Leiter der Überwachungsstelle (PÜZ-Stelle) für Verpressanker NRW 56 und Mitglied im DIN-Ausschuss Verpressanker.

Forschung und Publikationen Feinendegens Forschungsarbeit konzentriert sich auf Fragen von Verschleiß und Verklebung beim maschinellen Tunnelbau in variablen Bodenverhältnissen. Zu seinen Schwerpunkten gehören: Die Klassifikation und Vermeidung von Verklebungen (Clogging) bei Tunnelvortrieben, Die Vorhersage von Verschleiß an Schneidwerkzeugen in Locker- und Festgesteinen, Zusätzliche Laboruntersuchungen für Tief- und Tunnelbauprojekte, einschließlich Probennahme und Eigenschaftsbestimmung von Böden sowie zahlreiche weitere geotechnische Fragestellungen

Er hat über 90 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die in Zeitschriften wie Geotechnik und Geomechanics and Tunnelling erschienen sind. Seine Publikationen wurden mehr als 800 Mal zitiert (Stand 2026).Martin Feinendegen, Einträge auf scholar.google.deMartin Feinendegen auf researchegate.net Bekannte Werke umfassen State of the art of wear prediction in mechanised tunnelling (2023) und Beiträge zu Empfehlungen für Verschleiß und Verklebung im Lockergestein.

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Einzelnachweise

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