Ludwig Landsberg (* 19. August 1839; † 26. August 1892 in Breslau, Provinz Schlesien) war ein deutscher Jurist und Bankier, der sich als Stadtrat in Breslau auch in der Kommunalpolitik engagierte.
Leben und Wirken Sein Vater Moritz Landsberg war ein jüdischer Bankier in Breslau.vergleiche Nachruf im Berliner Börsen-Courier vom 29. August 1892 (siehe Literatur) Ludwig Landsberg besuchte von 1854 bis 1857 die renommierte Landesschule Pforta. Danach studierte er Rechtswissenschaft und war nach dem bestandenen zweiten juristischen Staatsexamen 1866 als Gerichtsassessor in Breslau tätig.Max Hoffmann: Pförtner Stammbuch 1543–1893. Berlin 1893, S. 433, Nr. 46. (mit biografischen Daten; Vorschau auf Google Bücher) Nach dem Tod seines Vaters übernahm er 1870 die Leitung von dessen Bankhaus S. L. Landsberger, dessen weitere Gesellschafter Siegmund Leonhard und Robert Landsberg waren.Berliner Börsen-Courier vom 26. September 1888, II. Beilage, S. 4. ( Vorschau auf Google Bücher) Ab 1884 war er Stadtrat in Breslau.
Anfang 1891 musste Ludwig Landsberg seine Tätigkeiten krankheitsbedingt aufgeben, 1892 starb er in Breslau. Die Leitung der Bank übernahm Robert Landsberg.
Ludwig Landsberg war Mitglied des Reichsbank-Ausschusses, des Aufsichtsrats des Schlesischen Bankvereins, der Preußischen Bodenkredit-AktienbankOtto Glagau: Der Börsen- und Gründungs-Schwindel in Berlin. 2 Bände, Leipzig 1876/1877, Band #, S. 462. (Vorschau auf Google Bücher), der Oberschlesischen Eisenbahn-GesellschaftSammlung sämmtlicher Drucksachen des Hauses der Abgeordneten, Band 1, 1884, Nr. 4, S. 7. (Vorschau auf Google Bücher), des Verwaltungsrats der Schlesischen Feuerversicherungs-Gesellschaft, der Schlesischen Lebensversicherungs-Gesellschaft und der Schlesischen Immobilien-Gesellschaft, außerdem Prokurist der Schlesischen Diskonto-Bank Friedenthal & Co.Königlich Preußischer Staats-Anzeiger vom 26. Juli 1870, S. 2904. (Vorschau auf Google Bücher) und an weiteren Unternehmen beteiligt. mini|Landsberg-Terrasse im Südpark in Breslau Landsberg begründete das erste städtische Speisehaus in Breslau, das als Volksküche bis 1941 weitergeführt wurde.Claudia Nowak u. a. (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Juden in polnischen Archiven. Band 2. Ehemalige preußische Provinz Schlesien. München 2005, S. 120 (Nr. 108). (Vorschau auf Google Büche4r)Weyls Handbuch der Hygiene. Supplement, Barth, Leipzig 1922, S. 246. (eingeschränkte Vorschau bei Google Bücher) Er war maßgeblich an der Gestaltung des großen Stadtparks in Breslau beteiligt, wofür ihm dort ein Gedenkstein gesetzt wurde.Taras Landsberga Silesiacum, mit historischer Postkarte mit diesem Gedenkstein Dieser wurde spätestens 1929 bei der Umgestaltung der Landsberg-Terrasse entfernt, die aber bis in die Gegenwart seinen Namen trägt (Taras Landsberga).Taras Landsberga Fotopolska, auf dem Foto von 1930 ist diese nicht mehr vorhanden Landsberg wurde mit dem Ehrentitel eines (königlich preußischen) Kommerzienrats ausgezeichnet.
Literatur Berliner Börsen-Courier vom 29. August 1892, S. 4. (Nachruf; Vorschau bei Google Bücher)
Weblinks
Taras Ludwiga Landsberga bei Foto Polska
Einzelnachweise
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