mini|Wegkreuz in Motten, Am Berg.
Das Wegkreuz Am Berg befindet sich in der Gemeinde Motten im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen an der Flur Am Berg auf der Mottener Höhe neben der alten Straße zwischen Fulda und Hammelburg.
Er gehört zu den Baudenkmälern in Motten und ist unter der Nummer D-6-72-134-6 in der Bayerischen Denkmalliste registriert.
Beschreibung
Das Wegkreuz besteht aus Sandstein und entstand im Jahr 1752.
Der tischähnliche Sockel steht auf einer breitgestuften Basisplatte und ist mit einem Gesimsabschluss ausgestattet. Er trägt Rocailleschmuck. In der umrahmten Schriftkartusche steht folgende Inschrift:
Der glatte hohe Kreuzschaft trägt einen INRI-Inschrift. Der unterlebensgroße Corpus ist mit einer geflochtenen Dornenkrone, strähnigem Haupthaar, einer hervortretenden Brustkorbskelettierung und einem stark gefalteten Lendentuch gestaltet.
Im Jahr 1975 wurde das Kreuz von R. Burkard aus Motten restauriert und vom Rhönklub-Zweigverein Motten an einen nahen, günstigeren Standort versetzt.
Das Jahr 1752 (Erhebung Fuldas zum Fürstbistum) gilt als Zeit der Erneuerung des Andenkens und Dankes an den hl. Bonifatius. Der Legende zufolge sei Fulda im 8. Jahrhundert von den Sachsen bedroht worden. Die Mönche hätten die Flucht mit dem Sarg des Bonifatius zur Marienburg in Würzburg ergriffen. Auf der Mottener Höhe hätten sie erfahren, dass die Gefahr vorbei war, und wären mit dem Sarkophag wieder nach Fulda gezogen. Als Zeichen der Dankbarkeit dafür, dass die Gefahr gebannt war und Bonifatius’ Gebeine unversehrt geblieben sind, hätten sie das Kreuz errichtet, das später wohl erneuert wurde.
Literatur Oskar Kirchner: Die Flurdenkmale im Landkreis Bad Kissingen, Band 4, Eigenverlag des Landkreises Bad Kissingen 1986, S. 58
Weblinks
Kategorie:Baudenkmal in Motten (Bayern) Kategorie:Bauwerk in Motten (Bayern) Motten (Bayern) Kategorie:Erbaut in den 1750er Jahren Kategorie:Skulptur (1752) Kategorie:Sandsteinskulptur Kategorie:Versetztes Bauwerk in Bayern