mini|Jelena Wassiljewna Safonowa (1920er Jahre) Jelena Wassiljewna Safonowa (, wissenschaftliche Transliteration Elena Vasil’evna Safonova; * 1902 in Moskau; † 1980) war eine sowjetisch-russische Künstlerin.
Leben Warwara Safonowna wurde 1902 in Moskau als jüngste Tochter des berühmten Pianisten und Dirigenten Wassili Iljitsch Safonow geboren.
Sie ging in Kislowodsk zur Schule und ging 1921 nach Petrograd, wo sie an der WChUTEIN im Studio von Kusma Petrow-Wodkin Malerei studierte und ihren Abschluss 1926 erlangte. Anschließend arbeitete sie ab 1923 für verschiedene Verlage wie Petrograd, Gosisdat, Die junge Garde und Detgis (Staatlicher Verlag für Kinderbücher). Sie entwarf mehr als zwanzig Bücher, darunter Reka (Река; Der Fluss) und Woksal (Воксал; Der Bahnhof). Ab 1927 entwarf sie mit Wladimir Dmitrijew Kostüme für Theateraufführungen in Moskau, Leningrad und Swerdlowsk.
Zwischen 1928 und 1931 arbeitete sie für die Kindermagazine Josch (Ёж; Igel) und Tschisch (Чиж; Zeisig). Dort lernte sie junge Dichter der OBERIU kennen, mit denen sie sich anfreundete. 1932 wurde sie wie auch Daniil Charms, Alexander Wwedenski und einige andere Mitglieder von OBERIU verhaftet und nach Kursk verbannt. 1958 wurde sie rehabilitiert.
Ende der 1930er Jahre entwarf sie weitere Bücher und zog 1937 zurück nach Moskau. 1939–40 arbeitete sie mit am sowjetisch-armenischen Pavillon für die Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft (WDNCh). Nach dem Krieg arbeitete sie bei Sojusdetfilm am Setdesign und den Kostümen für den 1946 veröffentlichten Film Sinegorija (Синегория; Blaue Berge) von Erast Garin. Für Garin arbeitete sie zudem an der Produktion des Theaterstücks Zwölf Stühle (Dwenadtzat stulev; Двенадцеть стульев) im Filmschauspielertheater. In den 1950er Jahren arbeitete sie als ansässige Künstlerin im Stanislawski-Theater und führte bei einigen Aufführungen dort Regie.
Ihr Werk befindet sich in Sammlungen in Perm, Brjansk, Nukus und Sankt Petersburg.
Werke (Auswahl)
Buchillustrationen
Reka (Река; Der Fluss) Woksal (Воксал; Der Bahnhof) Kornei Tschukowski, Doktor Ajbolit (Доктор Айболит), 1936 Boris Schitkow, Tscho ja widel (Что я видел; Was ich sah)
Gemälde und Zeichnungen
Ruhen im Felde, 1922, Wasserfarbe und Bleistift auf Papier, 22,8 × 22,5 cm, Moskau, Privatsammlung Am Tisch, Ende 1920er Jahre, Stift, Tinte und weißes Pigment auf Papier, 35,5 × 41 cm, Moskau, Archiv der Familie der Künstlerin Moskau, Luftschiff auf dem Boulevard, 1941, Tempera auf Papier, montiert auf Karton, 34,8 × 47,4 cm, Moskau, Archiv der Familie der Künstlerin
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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