Sergei Wiktorowitsch Diomidow (; * 9. Juli 1943 in Toʻrtkoʻl, Usbekische SSR; † 8. März 2024) war ein sowjetischer Turner aus Usbekistan.

Erfolge Sergei Diomidow gehörte bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio erstmals zum sowjetischen Kader und war dort erfolgreich. Im Einzelmehrkampf platzierte er sich mit 114,20 Punkten auf Rang 14. Er verpasste dabei an fünf Geräten die Qualifikation für das Finale: am Boden und am Sprung belegte er jeweils Rang neun. Am Pauschenpferd erreichte er Rang 14, an den Ringen Rang 16 und am Reck Rang 21. Am Barren gelang ihm hingegen der Finaleinzug. Dort blieb er mit 19,225 Punkten als Vierter knapp außerhalb der Medaillenränge. Besser verlief schließlich für ihn der Mannschaftsmehrkampf. Die sowjetische Turnriege bestehend aus Wiktor Lissizki, Sergei Diomidow, Wiktor Leontjew, Juri Zapenko, Boris Schachlin und Juri Titow sicherte sich mit 575,45 Punkten hinter Japan mit 577,95 Punkten und vor der deutschen Mannschaft, die auf 565,10 Punkte kam, die Silbermedaille.

Ein Jahr nach den Spielen absolvierte Diomidow eine erfolgreiche Europameisterschaft in Antwerpen. Im Einzelmehrkampf, am Barren, am Reck und am Pauschenpferd sicherte er sich jeweils den Gewinn der Bronzemedaille. Sein größter individueller Erfolg gelang ihm bei den Weltmeisterschaften 1966 in Dortmund. Dort wurde er am Barren vor Michail Woronin und Miroslav Cerar Weltmeister, außerdem belegte er im Mannschaftsmehrkampf Rang zwei.

Diomidow nahm 1968 an den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt teil und beendete den Einzelmehrkampf dort mit 114,10 Punkten auf Rang sechs. Er schloss den Wettkampf am Pauschenpferd auf Rang acht, am Boden auf Rang neun und am Barren auf Rang 23 ab. An den drei übrigen Geräten gelang ihm hingegen jeweils der Finaleinzug. An den Ringen kam er im Finale jedoch nicht über den sechsten und damit dort letzten Platz hinaus. Am Reck belegte er Rang fünf. Noch erfolgreicher verlief der Wettkampf am Sprung: mit 18,925 Punkten erzielte Diomidow das drittbeste Resultat und gewann somit hinter seinem Landsmann Michail Woronin, der mit 19,000 Punkten Olympiasieger wurde, und dem mit 18,950 Punkten zweitplatzierten Japaner Yukio Endō die Bronzemedaille. Beim Wettbewerb im Mannschaftsmehrkampf musste sich die sowjetische Mannschaft wie schon 1964 den Japanern geschlagen geben und gewann mit 571,10 Punkten vor der Mannschaft der DDR die Silbermedaille. Zur Mannschaft gehörten neben Diomidow noch Wiktor Lissizki, Waleri Iljinych, Waleri Karassjow, Wiktor Klimenko und Michail Woronin.

Zwei Jahre danach gewann Diomidow mit der sowjetischen Mannschaft bei den Weltmeisterschaften in Ljubljana nochmals die Silbermedaille. Auf nationaler Ebene sicherte er sich während seiner Karriere zahlreiche Podestplatzierungen. Seine größten Erfolge waren die Titelgewinne 1965 und 1969 im Einzelmehrkampf, sowie 1966 am Boden, 1968 und 1969 am Pauschenpferd, 1968 an den Ringen, 1970 am Reck und 1964, 1966, 1068 und 1970 am Barren.

Im Code de Pointage ist ein Turnelement am Barren nach Diamidow benannt, der dieses erstmals geturnt hatte. Diamidow war jahrelang Mitglied bei ZSKA, zunächst in Taschkent und später in Moskau, und schied als Oberstleutnant aus der Armee aus.

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