mini|Kath. Kirche St. Ludwig in Ibbenbüren St. Ludwig in Ibbenbüren im Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt) ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Mauritius (Ibbenbüren). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Ludwig und gehört zum Kreisdekanat Steinfurt im Bistum Münster. Das denkmalgeschützte Gotteshaus ist eine Saalkirche mit Wandpfeilern und Turm und bietet 500 Gläubigen Platz.
Geschichte Weil die Einwohnerzahl von Ibbenbüren in den 1950er Jahren stark anstieg, wurde der Bau einer zusätzlichen Kirche im Stadtgebiet notwendig. Nach den Plänen des Architekten Walter Kremer (Duisburg) entstand 1950/52 in Ibbenbüren die St.-Ludwig-Kirche im Stil einer gradlinig strukturierten Basilika mit Rundbögen, einer Fensterrosette und einem monumentalen Fassadenturm mit Walmdach. Weihbischof Heinrich Baaken weihte das neue Gotteshaus am 31. Juli 1952 dem heiligen Ludwig IX., dem König von Frankreich.
Das Gebäude besteht aus Bruchsteinmauerwerk mit einem Satteldach aus schwarzen Dachziegeln. Auch die eingeschossige Sakristei im Norden hat ein Satteldach. Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1953/54, das Pfarrheim von 1973/74 und der Kindergarten von 1991. Das vorherige Jugendheim der Kirchengemeinde wurde am 29. Mai 1973 durch Brandstiftung zerstört, wobei auch der angrenzende Kindergarten in Mitleidenschaft gezogen wurde.
In der Gegenwart ist das Gotteshaus bekannt für den sogenannten „Roten Punkt“ an der Chorwand hinten im Altarraum. Dieses 6 × 6,5 Meter große Kunstwerk von Rupprecht Geiger aus den späten 1960er Jahren gilt als Symbol für Licht, Wärme und Hoffnung.
Im Dezember 2001 wurde auf der Südseite des Dachs eine Photovoltaik-Anlage mit 5,7 kwp in Betrieb genommen, die Installation erfolgte durch Förderung im Programm 300 Kirchendächer der Deutsche Bundesstiftung Umwelt und war die erste Anlage auf einem Kirchendach im westfälischen Teil des Bistums Münster.
Nach der Abpfarrung von St. Mauritius (Ibbenbüren) entstand 1954 die selbstständige Pfarrei St. Ludwig. Durch Fusion wurde aus den Pfarreien St. Mauritius und St. Maria Magdalena (Laggenbeck) am 17. April 2006 die neue Kirchengemeinde St. Mauritius (Ibbenbüren) gebildet.
Am 22. September 2019 führte der Bischof von Münster, Felix Genn, die zehn Pfarreien der Region Ibbenbüren zu einer Pfarrgemeinde St. Mauritius zusammen und machte dadurch auch St. Ludwig zu einer Filialkirche.
Im Jahr 2020 wurde die Kirche unter der Nummer A 117 in die Liste der Baudenkmäler in Ibbenbüren aufgenommen.
Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarreien St. Reinhildis (Hörstel), St. Mauritius (Ibbenbüren) und Seliger-Niels-Stensen (Lengerich) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Hörstel-Ibbenbüren-Lengerich“.
Glocken Im Turm von St. Ludwig hängen die folgenden vier Kirchenglocken des Bochumer Vereins aus Stahl von 1955:
Glocke 1: Schlagton: h; Ø 180 cm Glocke 2: Schlagton: d1, Ø 151 cm Glocke 3: Schlagton: e1, Ø 135 cm Glocke 4: Schlagton: g1, Ø 112 cm
Orgel Für St. Ludwig in Ibbenbüren baute die von Matthias Kreienbrink übernommene Firma Ludwig Rohlfink (Osnabrück) 1957 eine Pfeifenorgel mit 34 Registern und elektrischen Kegelladen.
Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab und Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4. Heinrich Otten, Knut Stegmann, Michael Huyer (Hg.): Kirchenbau nach 1945. Entwicklung und Bestand in Westfalen-Lippe (Arbeitsheft der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen. Nr. 21), Steinfurt 2026, S. 345, 380, 386-387. ISBN 978-3-949076-38-1, urn:nbn:de:hbz:6:2-224839
Weblinks
Website von St. Ludwig (Ibbenbüren) Website vom Kreisdekanat Steinfurt
Einzelnachweise
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