mini|Elizabeth Nunez (2016) Elizabeth Nunez (* 1944; † 8. November 2024 in New York) war eine trinidadisch-US-amerikanische Schriftstellerin und Hochschullehrerin. Ihre Romane setzen sich mit dem kolonialen Erbe, familiären Verpflichtungen und der Sehnsucht in der Migration auseinander. Sie war Distinguished Professor für Englisch am Hunter College.
Leben Nunez wurde auf Trinidad geboren und zog im Jahr 1963 zum Studium an einem kleinen katholischen College in Wisconsin in die Vereinigten Staaten. Sie erwarb einen Master und promovierte zur englischen Literatur an der New York University. Ihre akademische Laufbahn begann 1972 am neu gegründeten Medgar Evers College. Gemeinsam mit John Oliver Killens gründete sie 1986 die National Black Writers Conference; die Leitung der Konferenz gab sie im Jahr 2000 ab. Im Jahr 2010 wechselte sie als Distinguished Professor ans Hunter College und trat 2024 in den Ruhestand. Sie starb am 8. November 2024 in ihrem Zuhause in Brooklyn an den Folgen eines Schlaganfalls.
Wirken Nunez adaptierte Shakespeares Der Sturm in Prospero’s Daughter (2006), einem auf einer karibischen Insel spielenden Roman. Kritiken hoben die vielstimmige Erzählweise und die postkoloniale Neuverortung des Stoffes hervor. Mit Anna In-Between (2009) erzählte sie eine Migrations- und Familiengeschichte, die von der Kritik positiv besprochen wurde. Für Bruised Hibiscus erhielt Nunez im Jahr 2001 den American Book Award. Ihr Memoir Not for Everyday Use wurde 2015 mit dem Hurston/Wright Legacy Award ausgezeichnet. Zu ihren späten Veröffentlichungen zählt der Roman Now Lila Knows (2022). Überdies war Nunez als ausführende Produzentin der Fernsehreihe Black Writers in America beteiligt.
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