Haingrün ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Haingrün hat eine Fläche von 0,984 km². Sie ist in 173 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5689,47 m² haben.
Geographie Die Anwesen des Dorfes liegen zerstreut in einer Waldlichtung am Fuße des Steinbergs (). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Brand zur Kreisstraße WUN 18 (2,1 km nördlich) bzw. zur Kreisstraße TIR 14 bei Ochsentränk (2,6 km südöstlich).
Geschichte 1525 wurde die Flur Haingrün erwähnt. Es gab dort dreieinhalb Höfe, die zu diesem Zeitpunkt verödet waren. Sie waren ursprünglich ein Lehen des Klosters Waldsassen, das zu zwei Dritteln in den Händen derer von Brand und zu einem Drittel derer von Grafenreuth. 1711 vereinigten die damaligen Schlossherren von Brand Marschall die ganze Haingrün, die zum Vorwerk des Schlosses gemacht wurde. Ab Ende des 18. Jahrhunderts kamen weitere Anwesen hinzu.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 162.
Von 1797 bis 1810 unterstand Haingrün dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde Haingrün dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Brand und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Wölsauerhammer zugewiesen. 1923 ließ sich Haingrün nach Brand umgemeinden. Am 1. Januar 1978 wurde Haingrün im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktredwitz eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 62 113 142 154 187 214 197 200 196 152 100HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 28 33 33 36 37 39 Quelle
Religion Haingrün ist evangelisch-lutherisch geprägt und ist bis heute zur St. Margaretha (Brand) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Michael (Brand) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Geographie (Marktredwitz) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge