Ludwig Baumeister (* 1897; † 1960) war ein deutscher Jurist und Richter. Er war unter anderem Richter am Oberlandesgericht München und am Bayerischen Verfassungsgerichtshof.
Leben Baumeister nahm von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg teil. Nach dem Abitur am Humanistischen Gymnasium in Dillingen an der Donau im Jahr 1918 studierte er von 1918 bis 1922 Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er legte 1922 Erste und 1925 die Zweite Juristische Staatsprüfung ab. 1925 wurde er zum Dr. jur. promoviert.
Er trat 1926 in den bayerischen Justizdienst ein und war zunächst Gerichtsassessor beim Amtsgericht München. 1929 wechselte er als Amtsanwalt zur Staatsanwaltschaft Straubing. 1930 wurde er Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht Selb und 1931 beim Amtsgericht Wertingen. 1938 wurde Baumeister zum Landgerichtsrat beim Landgericht Augsburg ernannt. Am Zweiten Weltkrieg nahm er von 1939 bis 1941 sowie erneut von 1944 bis 1945 teil. Nach Kriegsende befand er sich in französischer Kriegsgefangenschaft.
Da Baumeister kein Mitglied der NSDAP war, war er vom Befreiungsgesetz nicht betroffen. 1946 wurde er zum Oberlandesgerichtsrat am Oberlandesgericht München ernannt. Zwischen 1946 und 1948 war er an das Landgericht Augsburg abgeordnet. Seit 1947 gehörte Baumeister dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof als Mitglied an. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod im Jahr 1960 aus.
Weblinks Biografische Darstellung: Die Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945–1962
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