Alfred Scholtz (um 1875–nach 1921) war ein deutscher Zeitungsredakteur und Dichter.
Leben und Wirken Alfred Scholtz war spätestens seit 1909 einer der verantwortlichen Redakteure der liberalen Wochenzeitung Die Welt am Montag, die in dieser Zeit im Berliner Verlagshaus der SPD-Zeitung Vorwärts in Berlin in der Lindenstraße 3 herausgegeben wurde.Kürschners Deutscher Literatur-Kalender, 1910, Sp. 2010, auch andere Jahrgänge und Sperlings Zeitschriften-Adressbuch Er verfasste politische Artikel, sowie Gedichte, die humorvoll Alltagseindrücke beschreiben sollten.
1912 wurde er von der Marconi Company verklagt, weil er in einem Artikel behauptet hatte, diese hätte aus Profitgier Funkinformationen im Zusammenhang mit dem Untergang des Luxusdampfers Titanic zurückgehalten.Günter Bäbler, Als Zeugen vor Berliner Gericht, in Titanic Post. Jahrbuch 2022, S. 105–119, mit ausführlichem Bericht und Zeitungsartikeln über diesen Prozess Er musste diese Aussage in der Zeitung schließlich widerrufen. 1914 wurde er als verantwortlicher Redakteur mitangeklagt, weil Hans Leuß einen Artikel Wilhelm der Letzte veröffentlicht hatte, in dem er behauptete, Wilhelm II. werde der letzte deutsche Kaiser sein.Rendsburger Tageblatt, vom 3. März 1914, S. 2 (533), linke Spalte, zweiter Absatz Scholtz wurde freigesprochen, während der Autor zu sechs Monaten Haft verurteilt wurde.Das Echo, 1914, S. 978 (Auszüge)
Etwa seit 1917 war Alfred Scholtz alleinverantwortlicher Redakteur der Welt am Montag, mindestens bis 1922.
Publikationen
Bücher Alfred Scholtz veröffentlichte zwei Bücher Aus dem Kientopp meines Lebens, Hering, Berlin 1913, über 100 GedichteTitanic Post, 2022, S. 118–119, mit Titelblatt und zwei Gedichten Ein neuer Film aus meinem Kientopp, Hering, Berlin 1914Ludwig Greve (Hrsg.), Hätte ich das Kino! Die Schriftsteller und der Stummfilm, Ausstellungskatalog, 1977, S. 377 (kurze Auszüge), mit ausführlichen Informationen
Einzelne Texte Die Frau in Haus und Beruf, in Die Welt am Montag, vom 10. März 1912 Der Leutnant, in Die Welt am Montag, 1913, Gedicht über die Zabern-Affäre, die zum Sturz des Reichskanzlers führteVolkswacht, Danzig, vom 10. Dezember 1913, S. 8 (PDF), mit dem Gedicht Kriegers Morgen, in Die Welt am Montag, Gedicht, auch in Paul Friedrich, Albert Ritter (Hrsg.), Dich will ich preisen, Vaterland. Deutscher Heldensang 1813 bis 1914, Berlin, Leipzig, 1914, S. 187
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Einzelnachweise
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