Lana Hansen (* 12. AprilTakanna! Atuagagdliutit (28. April 1982). S. 40. (Ihr wurde zum Ostermontag 1982 zum Geburtstag gratuliert.) 1970 in QaqortoqDaniel Chartier et al.: Hansen, Lana. Inuit Literatures ᐃᓄᐃᑦ ᐊᓪᓚᒍᓯᖏᑦ Littératures inuites. 2018–2026.) ist eine grönländische Schriftstellerin, Dichterin und Umweltaktivistin.
Leben und Werk Lana Hansen wuchs in ihrer Geburtsstadt Qaqortoq auf, wo sie 1990 das Gymnasium abschloss.Inuit/Mennesker. Atuagagdliutit (20. Juni 1990). S. 2. Anschließend zog sie nach Nuuk und studierte dort am Ilisimatusarfik.Aminnguaq Dahl Petrussen: Unge er for tilbageholdene. Atuagagdliutit (18. Oktober 1994). S. 12. Ihr literarisches Interesse wurde bereits in ihrer Kindheit vor allem von Hans Lynge und Ole Korneliussen geprägt. 1989 veröffentlichte sie zwei Gedichte in der Jugendzeitung Sorlak.Atuartartut taalliaat. Sorlak (August 1989). S. 10. 1990 war sie eine von 13 Beitragenden der Gedichtsammlung Inuusuttut taalliaat hunnorujut („100 Gedichte der Jugend“), wo sie unter anderem mit einem Gedicht über die Ozonschicht beitrug.IH: 100 digte. Atuagagdliutit (7. Mai 1990). S. 7. 1992 erschien ihr Solodebütwerk Ornigisaq („Worauf man Lust hat“), ein Kinderbuch mit Kurzgeschichten und Gedichten.
In den 2000er Jahren beschäftigte sie sich mit Umwelt- und Klimaschutz. Hieraus entstand die Kunstinstallation Ego White Off auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009. Im selben Jahr veröffentlichte sie das Kinderbuch Sila, das versucht den Klimawandel für acht- bis zwölfjährige Kinder in Verbindung mit grönländischer Mythologie zu erklären. Für diese Erzählung wurde sie 2010 für den Kinder- und Jugendbuchpreis des Westnordischen Rats nominiert. Das vom Musiker, Künstler und Politiker Georg Olsen illustrierte Buch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt; es war das erste Buch, das von einer Inuitsprache in eine andere übersetzt wurde. 2010 zog sie nach Kopenhagen und später nach Berlin. Sie tritt regelmäßig auf Konferenzen auf und setzt sich für mehr Umwelt- und Klimaschutz ein. 2022 veröffentlichte sie den ebenfalls von Umweltschutz geprägten Gedichtband Assigiippugut, der auf Grönländisch mit dänischer und englischer Übersetzung erschien. 2026 erschien Oila. Greenland is not for sale.
Werke 1992: Ornigisaq 2009: Sila. Pissusiata allanngornera pillugu oqaluttualiaq 2009: Sila. Et eventyr om klimaforandringer (dänische Übersetzung) 2009: Sila, a fable about climate change (englische Übersetzung) 2017: Sila muitalus dálkkádatnuppástusaid (nordsamische Übersetzung von Marit Kirsten Guttorm) 2020: Sila, un conte groenlandais sur les changements climatiques (französische Übersetzung von Inès Jorgensen) 2020: ᓯᓚ. ᑲᓛᓪᓖᑦ ᐅᓂᒃᑳᑐᐊᖓ ᓯᓚᕐᔪᐊᒥ ᓯᓚᐅᑉ ᐊᓯᔾᔨᐸᓪᓕᐊᓂᖓᓄᐊᖓᔪᖅ (Sila. Kalaalliit unikkaatuanga silarjuami silaup asijjipallianinganuangajuq) (inuktitutsprachige Übersetzung von Lisa Qiluqqi Koperqualuk) 2025: Sila. Eine grönländische Fabel über die Liebe und das Schmelzen des Eises (deutsche Übersetzung von Carsten Wilms)
Literatur
Einzelnachweise
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