Shaahina Ali (; geboren im 20. Jahrhundert) ist eine maledivische Tauchlehrerin und Umweltaktivistin, die sich vor allem gegen die Verschmutzung durch Plastik und für den Schutz des Meeres um die Malediven einsetzt. Sie wurde für ihr Engagement 2025 als erste Vertreterin ihres Heimatlandes mit dem Ramon-Magsaysay-Preis geehrt.

Leben und Engagement für die Umwelt Shaahina Ali wuchs auf den Malediven auf und erlebte in ihrer Kindheit die Natur den Inseln noch relativ intakt. Als Erwachsene arbeitete sie dort zunächst als Taucherin, Tauchlehrerin und Fotojournalistin. Dabei sah sie immer wieder die Folgen der stark zunehmenden Plastikverschmutzung ihrer Heimat. Sie trug während ihrer Karriere in der Tauchbranche dazu bei, nationale Standards für Sicherheit und Professionalität zu etablieren und gleichzeitig anderen, insbesondere Frauen, den Weg zum Meeresschutz zu ebnen.

In den 1990er Jahren sah sie zum ersten Mal einen Delfin, der sich in Plastikmüll verfangen hatte und daran gestorben war. Diesem ersten toten Delfin folgten immer wieder tote Tiere, die an Plastikmüll zugrunde gegangen waren. Sie versuchte zunächst, durch individuelles Engagement Riffe zu säubern und das Meer von Müll zu reinigen. Bald erkannte sie, dass mehr notwendig war. Sie gründete 2015 eine Umweltorganisation die Plastikmüll dem Recycling zuführte. Dies war eine besondere Herausforderung, das die Malediven selbst keine funktionierende Abfallwirtschaft und keine Recyclingwerke hatten. Mit der Unterstützung der Organisation Parley for the Ocean organisierte sie Müllpressen und den Abtransport des Plastiks ins Ausland. Shaahina Ali arbeitet auch mit Regierungsstellen zusammen und setzt sich für Gesetze und Vorschriften ein, die eine bessere Abfallwirtschaft und den Klimaschutz zum Ziel haben.

Die von ihr geleitete Organisation Parley Maledives verfolgt eine AIR genannte Strategie. AIR ist die Abkürzung für die englischen Worte „Avoid, Intercept, and Redesign“, zu deutsch „vermeiden, abfangen und neu gestalten“. Sie organisiert sowohl Bildungskampagnen, als auch großräumige Säuberungsaktionen. In vielen Gemeinden und über siebzig Schulen wurden Sammelstellen für Plastikmüll eingerichtet. Über Siebenhundert Säuberungsaktionen wurden an besonders betroffenen Küstenlinien durchgeführt. Ihre Bildungskampagnen erreichen nicht nur die Einheimischen, sondern auch die Touristen, die zu einem großen Teil für den schnellen Anstieg der Müllmenge verantwortlich sind.

2025 wurde sie für ihr umweltpolitisches Engagement und die Mobilisierung der Bevölkerung zum Schutz des empfindlichen marinen Ökosystems als erste Person von den Malediven mit dem Ramon-Magsaysay-Preis ausgezeichnet, einem Preis, der oft als asiatischer Friedensnobelpreis bezeichnet wird. Außerdem erhielt sie im Jahr 2022 für ihre Arbeit zur Förderung des Umweltbewusstseins bei Schulkindern den Green Leaf Award des Präsidenten der Malediven.

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