Wölsau ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Wölsau hat eine Fläche von 9,948 km². Sie ist in 1443 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6894,08 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Haag, Hammerberg, Manzenberg, Neu-Haag, Pfaffenreuth und Reutlas.

Geographie Das Dorf liegt an der Kössein. Unmittelbar westlich verläuft die Bundesautobahn 93. Die Kreisstraße WUN 18 führt nach Wölsauerhammer (0,9 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2169, die dort eine Anschlussstelle an die A 93 hat (0,3 km westlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1322 als „Wellsaw“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war ein Lehen des Spitals zu Eger der Kreuzherren mit dem Roten Stern. Diese Lehenshoheit bestand bis 1810. 1499 gab es in Wölsau aus sieben Gütern und einem Hirtenhaus. 1787 hatte der Ort zehn Mannschaften. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Amt Arzberg aus.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 219.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Wölsau dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Brand und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstanden mittelbaren Ruralgemeinde Haag zugewiesen. 1824 wurde die Gemeinde unmittelbar. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Wunsiedel und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Wunsiedel (1919 in Finanzamt Wunsiedel umbenannt). 1857/1860 wurde der Gemeindesitz nach Wölsau verlegt und die Gemeinde dementsprechend umbenannt. Ab 1862 gehörte Wölsau zum Bezirksamt Wunsiedel (1939 in Landkreis Wunsiedel umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Wunsiedel (1879 in das Amtsgericht Wunsiedel umgewandelt). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 4,489 km². Am 1. Januar 1976 wurde Wölsau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktredwitz eingemeindet.

Bodendenkmäler In der Gemarkung Wölsau gibt es ein Bodendenkmal.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Wölsau Jahr 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 224 193 175 184 178 204 230 288 237 254 287 277 275 261 247 285 298 285 439 438 416 328 298HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 28 32 26 31 32 44 51 Quelle

Ort Wölsau Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 85 96 109 114 122 174 229 165 149 128 110Häuser 15 14 18 20 23 24 Quelle Dort als Welsau aufgelistet.

Religion Wölsau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Marktredwitz) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Josef (Marktredwitz) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Geographie (Marktredwitz) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge) Kategorie:Ersterwähnung 1322 Kategorie:Gemeindeauflösung 1975 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge