Yin Yun-peng (, Englisch Diane Ying Yun-Peng; geboren 1941 in Sian (heute Xi’an), Provinz Shaanxi) ist eine taiwanische Wirtschaftsjournalistin, die mit anderen die Wirtschaftszeitschrift CommonWealth Magazine gründete und 1987 den Ramon-Magsaysay-Preis für Journalismus, Literatur, und kreative Kommunikationskunst erhielt.
Leben und Karriere Yin Yun-peng kam 1948 mit ihrer Mutter nach Taiwan, nachdem kommunistische Truppen weite Teile von Festland Chinas beherrscht und sich ihrem Wohnort Nanking genähert hatten. Sie lebte zuerst im Süden Taiwans, wo sie zur Schule ging.https://static1.squarespace.com/static/5d09907a31b06b0001790cca/t/5d3f2027eec09d0001fe1cfe/1564418088392/RM+Diane+Yun-Peng+Ying+1987.pdf Anschließend studierte sie Englisch und Literatur an der Cheng-Kung-Nationaluniversität in Taiwan und setzte ihre Studien an der Universität von Iowa in den Vereinigten Staaten fort. Nachdem sie dort ein Master-Diplom in Journalismus erworben hatte, arbeitete sie zwei Jahre lang für die Zeitung Philadelphia Inquirer. Dann kehrte sie nach Asien zurück und berichtete aus Taiwan für die United Press International, die New York Times sowie das Asian Wall Street Journal. Gleichzeitig unterrichtete sie 17 Jahr lang an der Chengchi-Nationaluniversität.
Mit dem Wirtschaftsmagazin CommonWealth verfolgte sie die Idee, ein dem amerikanischen Fortune ähnliches Magazin chinesischer Sprache zu veröffentlichen. Als CommonWealth 1981 erstmals gedruckt wurde, hatte es eine Auflage von 10.000 Exemplaren, die innerhalb von nur zwei Tagen ausverkauft waren. Der Auflagenumfang erreichte später 83.000 und wurde von schätzungsweise 630.000 Menschen monatlich gelesen. Damit wurde CommonWealth zum führenden politisch-wirtschaftlichen Journal Taiwans und zur größten monatlichen Zeitschrift. In diesem Magazin erschienene Artikel gelten als verlässlich recherchiert und gut geschrieben. Bis 2021 war sie im Vorstand der Mediengruppe aktiv, die das Wirtschaftsjournal veröffentlicht.
Neben ihrer journalistischen und schriftstellerischen Arbeit engagiert sich Yin Yun-peng aktiv in nationalen Angelegenheiten. Sie war drei Amtszeiten lang Kommissarin des Nationalen Vereinigungsrats Taiwans, einem Beratungsgremium des Präsidenten. Als Kommissarin der Nationalen Kulturvereinigung erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen für ihre Leistungen, darunter 1987 den Raymond-Magsaysay-Preis für Journalismus, Literatur und kreative Kommunikation sowie den Preis für herausragende Absolventen ihrer Alma Mater, der Cheng-Kung-Nationaluniversität.
Von 1997 bis 2005 war sie Vorsitzende des Internationalen Presseinstituts des Nationalkomitees der Republik China (Taiwan).
Sie ist Vorstandsmitglied der Lung Yingtai Cultural Foundation, deren Ziel es ist, kritisches Denken zu fördern und das globale Bewusstsein zu erweitern, insbesondere unter jungen Menschen in Taiwan und anderen chinesischen Gemeinschaften weltweit. Als überparteiliche Organisation finanziert sich die Stiftung aus privaten Spenden.
Auszeichnungen 1987 Ramon-Magsaysay-Preis für Journalismus, Literatur und kreative Kommunikationskunst 1995 Wahl zu einer der einflussreichsten Frauen Asiens durch das Magazin Asiaweek aufgrund ihres Beitrags in der Medienbranche 1996 Distinguished Alumni Award der Universität von Iowa 2012 Sonderpreis des Kulturministeriums für besondere Verdienste Preis für herausragende Absolventen der Cheng-Kung-Natioanluniversität Veröffentlichungen (Auswahl) 1971 (Der Ruhm der Chinesen und anderer: Interviews mit zeitgenössischen Persönlichkeiten) 1974 (Die aufstrebende Generation) 1982 (Entscheidungsträger) 1985 (Meister des pazifischen Jahrhunderts) 1987 (Warten auf Helden) 1992 (Der Lampenanzünder) 1992 (Taiwan wiederentdecken) 1996 (Respektiere den Himmel, liebe die Menschen) 1999 (Das reine Herz)
Einzelnachweise
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