Die DDR-Juniorenoberliga zur Saison 1969/70 war die zweite Spielzeit der vom DFV durchgeführten höchsten Spielklasse der Altersklasse (AK) 16–18 auf dem Gebiet der DDR, in dieser der DDR-Juniorenmeister ermittelt wurde. Den 21. Juniorenmeistertitel in der Geschichte der DDR sicherte sich der 1. FC Magdeburg.
Analog zu den Absteigern aus der DDR-Oberliga, stiegen ungeachtet des sportlich erreichten Ergebnisses, der FC Karl-Marx-Stadt und die BSG Stahl Eisenhüttenstadt aus der Juniorenoberliga in die Bezirksebene ab.
Aufgrund des XXIII. UEFA-Juniorenturniers vom 16. – 26. Mai 1970 in Schottland, konnten einige Mannschaften in der Rückrunde selten auf ihre Nationalspieler zurückgreifen.
Die zweite Ausgabe des Ersatzwettbewerbs „Wanderpreis des DFV“ für die 14 Bezirksmeister auf dem Gebiet der DDR und dem Meister aus Ost-Berlin, die nicht mehr den DDR-Juniorenmeister ermittelten durften, gewann der 1. FC Lokomotive Leipzig, durch ein 4:2 im Finale gegen die BSG Post Neubrandenburg. __TOC__
DDR-Juniorenoberliga Teilnehmer und Modus An der Juniorenoberliga der Altersklasse (AK) 16–18 nahmen die 14 Mannschaften teil, deren erste Männermannschaft in der betreffenden Saison in der DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse der DDR, vertreten waren. Spielberechtigt waren Spieler bis zum 18. Lebensjahr (Stichtag: 1. September 1951). An 26 Spieltagen ermittelten die Mannschaften den DDR-Juniorenmeister. Jede Mannschaft hatte in der Saison 13 Heim- und 13 Auswärtsspiele, jeweils einmal zu Hause und auswärts gegen jeden Gegner. Analog zu den Absteigern der ersten Männermannschaft aus der DDR-Oberliga, stiegen ungeachtet des sportlich erreichten Ergebnisses, die jeweiligen Mannschaften aus der Juniorenoberliga in die Bezirksebene ab.
Abschlusstabelle
(M) DDR-Juniorenmeister der Vorsaison (N) Aufsteiger aus der Bezirksebene 1968/69
Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. DDR-Juniorenoberliga23. August 1969 – 30. Mai 1970In: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 32, 12. August 1969, S. 14 – Nr. 22, 2. Juni 1970, S. 6 25px|alt=|1. FC Magdeburg 25px|alt=|F.C. Hansa Rostock 25px|alt=|FC Rot-Weiß Erfurt 25px|alt=|FC Carl Zeiss Jena 25px|alt=|SG Dynamo Dresden 25px|alt=|BSG Chemie Leipzig 25px|alt=|BFC Dynamo 25px|alt=|FC Karl-Marx-Stadt 25px|alt=|BSG Wismut Aue 25px|alt=|HFC Chemie 25px|alt=|BSG Stahl Riesa 25px|alt=|BSG Stahl Eisenhüttenstadt 25px|alt=|BSG Sachsenring Zwickau 25px|alt=|FC Vorwärts Berlin 1. 1. FC Magdeburg 3:11:14:05:04:12:04:41:05:23:02:14:11:0 2. F.C. Hansa Rostock 1:1 1:25:11:02:11:04:14:63:01:14:12:110:0 3. FC Rot-Weiß Erfurt 0:30:2 3:13:13:10:22:12:03:11:31:03:04:0 4. FC Carl Zeiss Jena 0:03:04:1 3:22:21:05:15:22:04:12:13:05:1 5. SG Dynamo Dresden 2:02:01:21:0 3:11:10:11:11:14:11:00:01:0 6. BSG Chemie Leipzig 0:20:01:12:00:0 1:11:12:04:02:12:15:01:0 7. BFC Dynamo 0:20:21:10:00:01:2 3:02:27:05:01:00:02:0 8. FC Karl-Marx-Stadt 1:30:28:05:21:02:11:0 0:10:13:12:04:06:1 9. BSG Wismut Aue 0:22:30:00:00:13:03:21:1 0:01:21:11:2 10. HFC Chemie 1:10:01:11:01:12:22:21:00:1 5:03:31:24:1 11. BSG Stahl Riesa 2:12:31:21:40:10:11:01:00:22:1 6:14:02:1 12. BSG Stahl Eisenhüttenstadt 4:20:10:32:10:01:10:32:10:23:11:3 2:12:2 13. BSG Sachsenring Zwickau 2:20:00:11:10:42:40:30:11:21:20:01:0 0:2 14. FC Vorwärts Berlin 0:51:21:10:41:41:20:51:04:20:32:11:12:3
DDR-Juniorenmeister 1. 1. FC Magdeburg 60px|alt=|Logo des 1. FC Magdeburg Gerhard Brick Hans-Joachim Knopp (4), Bodo Sommer (3), Klaus Bergholtz, Norbert Voigt (3) Axel Tyll (5), Detlef Kranz (7), Horst-Werner Höfecker (3) Henry Schimmelpfennig (4), Hartmut Eichel (6), Jürgen Wenzien (5) Trainer: Hans Kapitzaaußerdem: Uwe Degenkolbe (Tor); Reinhard Dietrich, Roland Matthes (2), Oelze, Klaus Decker (8), Borstell (4), Dietmar Hempel, Meier (2), Jürgen Pommerenke (6), Schrödter – (Tore in der Juniorenoberliga) → vom Spiel Vorwärts Berlin – Magdeburg fehlt der TorschützeIn: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 45, 11. November 1969, S. 7In: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 21, 26. Mai 1970, S. 7 Roland Matthes wurde schon größtenteils in der zweiten Männermannschaft, die in der DDR-Liga spielte eingesetzt. Klaus Decker und Jürgen Pommerenke fehlten überwiegend in der Rückrunde aufgrund der Vorbereitung und anschließenden Teilnahme am XXIII. UEFA-Juniorenturniers vom 16. – 26. Mai 1970 in Schottland.
Wanderpreis des DFV für Junioren-Bezirksmeister
Der Wanderpreis des DFV für Junioren-Bezirksmeister 1970 war die 2. Auflage dieses Wettbewerbes, der vom Jugendausschuss der Sektion Fußball (DDR) durchgeführt wurde. Der Wettbewerb begann am 23. Mai 1970 mit der Vorrunde und endete am 7. Juni 1970 mit dem Titelgewinn des 1. FC Lokomotive Leipzig, nach einem Sieg im Finale gegen die BSG Post Neubrandenburg.
Teilnehmende Mannschaften Am Wanderpreis des DFV 1970 der Junioren (A-Jugend) für die Altersklasse (AK) 16–18 nahmen die Bezirksmeister der 14 Bezirke auf dem Gebiet der DDR sowie der Meister aus Ost-Berlin teil. Spielberechtigt waren Spieler bis zum 18. Lebensjahr (Stichtag: 1. September 1951).In: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 31, 5. August 1969, S. 13
Folgende Mannschaften qualifizierten sich für den Wanderpreis des DFV: Bezirk Rostock TSG Wismar Bezirk Schwerin BSG Lokomotive Wittenberge Bezirk Neubrandenburg BSG Post Neubrandenburg Bezirk Potsdam BSG Motor Babelsberg Ost-Berlin FC Vorwärts Berlin II Bezirk Frankfurt (Oder) FSG Dynamo Frankfurt Bezirk Magdeburg BSG Lokomotive Halberstadt Bezirk Halle BSG Chemie Wolfen Bezirk Leipzig 1. FC Lokomotive Leipzig Bezirk Cottbus BSG Energie Cottbus Bezirk Dresden FSV Lokomotive Dresden Bezirk Karl-Marx-Stadt FC Karl-Marx-Stadt II Bezirk Erfurt BSG Motor Sömmerda Bezirk Gera BSG Wismut Gera Bezirk Suhl BSG Stahl Bad Salzungen
Modus In der Vorrunde wurden die Teilnehmer in vier Gruppen weitestgehend nach geographischen Gesichtspunkten eingeteilt. In jeder Gruppe wurde an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in einer einfachen Runde nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“ die acht Teilnehmer für die Zwischenrunde ermittelt. In dieser wurden anschließend in zwei Gruppen die vier Teilnehmer für die Endrunde in Brandenburg ausgespielt.
Vorrunde Gruppe A Die Spiele der Gruppe A wurden am 23. und 24. Mai 1970 im Kurt-Bürger-Stadion von Wismar ausgetragen.
Gruppe B Die Spiele der Gruppe B wurden am 23. und 24. Mai 1970 im Sportforum Am Eichenwald von Havelberg ausgetragen.
Gruppe C Die Spiele der Gruppe C wurden am 23. und 24. Mai 1970 im Stadion der Freundschaft Großenhain ausgetragen.
Gruppe D Die Spiele der Gruppe D wurden am 23. und 24. Mai 1970 in Bad Salzungen ausgetragen.
Zwischenrunde In der Zwischenrunde ermittelten die vier Gruppensieger und Zweitplatzierten der Vorrunde in zwei Gruppen die Teilnehmer für die Endrunde.
Gruppe Nord Die Spiele der Gruppe Nord wurden am 30. und 31. Mai 1970 im Guts-Muths-Stadion von Quedlinburg ausgetragen.
Gruppe Süd Die Spiele der Gruppe Süd wurden am 30. und 31. Mai 1970 im Stadion des Friedens von Weimar ausgetragen.
Endrunde Die Endrunde fand vom 6. bis 7. Juni 1970 in Brandenburg und Premnitz (Bezirk Potsdam) statt.
Halbfinale Die Spiele im Halbfinale wurden im Stadion der Chemiearbeiter von Premnitz ausgetragen.
Spiel um Platz 3 Das Spiel um Platz 3 wurde auf dem Brandenburger Werner-Seelenbinder-Sportplatz ausgetragen.
Finale
Literatur
Einzelnachweise
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