Tina June Carver (* 2. November 1923,Christina June “Tina” Brown Carver bei Find a Grave. Abgerufen am 11. März 2026 als Bertenia June Brown in Salina, Kansas; † 18. Februar 1982 in Edmonds, Washington) war eine US-amerikanische Schauspielerin, die in den 1950er Jahren aktiv war.

Leben und Karriere Tina June Carver, geborene Brown, wurde als Tochter von Herbert Weir Brown und Opha Estelle Cox in Kansas geboren. Die Familie lebte Anfang der 1930er Jahre in Little Rock, Arkansas, und zog später nach Houston, Texas, um.Tina Carver: The Multifaceted Journey from Pianist to Hollywood Starlet. PublicRecord.com vom 1. Februar 2026. Abgerufen am 11. März 2026 Tina Brown erhielt eine musikalische Ausbildung und war in Texas als Pianistin tätig. 1946 schrieb sie sich an der University of Houston für ein Schauspielstudium ein und wirkte bei Studentenproduktionen mit.

Anfang der 1950er Jahre kam sie mit ihrem zweiten Mann nach Europa und trat auf Bühnen in Deutschland und Frankreich auf. Ihre schauspielerischen Auftritte fanden dabei im Rahmen der Truppenunterhaltung der Allied Special Services statt. Im Sommer 1951 trat sie bei Aufführungen in Berlin und Nürnberg in den Stücken Arms and the Men und A Streetcar Named Desire auf.Tina Carver. Vita bei Glamour Girls of the Silver Screen. Abgerufen am 11. März 2026 Im Juli 1951 spielte sie anlässlich der Eröffnung des American Theatre in Meyer Levins Schauspiel The Good Old Days im Theatre du Vieux Colombier in Paris.American Theatre Opens in Paris. In: New York Times vom 18. Juli 1951. Im September 1951 war sie im Kleinen Theater in Frankfurt am Main in der Titelrolle des Bühnenstücks Miranda zu sehen. 1953 schloss sie sich den Bad Godesberg Players, einem Theaterensemble in Bad Godesberg, an, während ihr Mann nebenbei eine Schauspielwerkstatt leitete. Nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten 1953 war sie als Pfarrersfrau Penelope Toop in dem Theaterstück See How They Run des britischen Bühnenautors Philip King (1904–1979) am Playhouse Theatre in Houston und als Krankenschwester Ruth Kelly in Mary Chase’s Stück Mein Freund Harvey in einer Produktion in La Puente, Kalifornien, zu sehen.See How They Run Gives Playhouse Audiences Big Laughs. In: Houston Chronicle vom 1. Oktober 1953, Seite D2.This and That. In: Houston Chronicle vom 6. November 1953, Seite D9.

Carvers Filmkarriere begann mit regelmäßigen Engagements beim Radio und Fernsehen in New York. 1954 zog sie nach Kalifornien, um Gastauftritte in zwei Krimiserien zu übernehmen: The Whistler (1954) und The Lone Wolf (1954). Diese Auftritte führten zu mehreren kleineren Nebenrollen in Spielfilmen, und schließlich erhielt sie einen Vertrag bei Columbia Pictures. Ihre erste und einzige Hauptrolle bei Columbia war die Freundin eines Gangsters (gespielt von Pat O’Brien) in Inside Detroit (1956), einem Enthüllungsfilm über Korruption in der Auto Workers Union. Anschließend folgten Nebenrollen in eher zweitklassigen Filmen wie Uranium Boom (1956) und The Man Who Turned to Stone (1957), in denen sie oft „souveräne, intelligente“ Frauen verkörperte und dabei ihr „elegantes Auftreten und ihre klassische Schönheit“ einsetzte. Nach ihrem Ausscheiden bei Columbia und ihrem Wechsel zu Allied Artists wurde sie an der Seite von Tod Andrews als Ärztin und Wissenschaftlerin Dr. Terry Mason in dem Horrorfilm From Hell It Came (1957), ihrem letzten Kinofilm, besetzt.Tina Carver. Abgerufen am 11. März 2026A Trailer a Day Keeps the Boogeyman Away! From Hell It Came (1957). Abgerufen am 11. März 2026 Tina Carver arbeitete fortan ausschließlich für das Fernsehen und hatte Gastauftritte in einigen beliebten Serien wie Perry Mason (1957) und Bronco (1958).Allied Artists’ “From Hell It came” (1957): One of the final feature film productions for Tina Carver. Abgerufen am 11. März 2026

Privates Tina Carver war zweimal verheiratet. Ihre erste Ehe, aus der zwei Söhne stammten, wurde im Dezember 1945 geschieden. Ab Herbst 1947, nach anderen Angaben 1949, war sie mit dem aus Indiana stammenden Juristen Thomas H. Carver verheiratet, der in der Rechtsabteilung der Allied High Commission tätig war und später an der Indiana University Maurer School of Law lehrte. Das Paar trennte sich 1952. Die Ehe wurde 1956 nach einem „erbitterten Scheidungskrieg“ geschieden. Im Januar 1958 starb die gemeinsame fünfjährige Tochter bei einem Verkehrsunfall. Aufgrund ihrer anhaltenden Trauer über diesen tragischen Unfall gab Carver ihre Karriere als Schauspielerin weitgehend auf. 1959 wurde eine Klage wegen fahrlässiger Tötung gegen den Fahrer des Fahrzeugs eingereicht.

Tina Carver, die später in Seattle lebte, arbeitete nach Beendigung ihrer Schauspielkarriere als Immobilienmaklerin im US-Bundesstaat Washington. Sie starb im Februar 1982 nach kurzer Krankheit im Alter von 58 Jahren im Stevens Memorial Hospital in Edmonds an einer Pneumonitis in Folge ihrer Erkrankung an einem Lungenkarzinom.

Filmografie (Auswahl) Spielfilme 1956: Blutige Straße (Hell on Frisco Bay) 1956: Inside Detroit 1956: Uranium Boom 1956: Schmutziger Lorbeer (The Harder They Fall) 1956: Schrei in der Nacht (A Cry in the Night) 1957: Chain of Evidence 1957: The Man Who Turned to Stone 1957: From Hell It Came

Fernsehserien 1954: The Whistler 1955: The Lone Wolf 1955–1957: Crossroads (3 Folgen) 1957: Colt.45 1958: Perry Mason 1958: Wenn man Millionär wär 1958: The Thin Man 1959: Bronco 1959: Wichita Town 1960: Mr. Lucky 1960: Shotgun Slade 1960: Surfside 6 1961: Dante

Weblinks

Tina Carver bei Glamour Girls of the Silver Screen Tina Carver bei Find a Grave

Einzelnachweise

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