Carl Moritz Freiherr von Wangelin (geb. 1706 in Kursachsen; gest. 27. Mai (28. Mai) Der Anzeiger. Ein Tagblatt zum Behuf der Justiz, der Polizey und aller bürgerlicher Gewerbe, wie auch zur freyen gegenseitigen Unterhaltung der Leser über gemeinnützige Gegenstände aller Art. Nr. 145, Montags, den 20. Juni 1791, S. 3/115. 1791 in Cottbus) war ein königlich-polnischer und kursächsischer Rittmeister, Major und preußischer Landrat.Nachruf, In: Berlinische Nachrichten. Nr. 66, Berlin, 2. Juni 1791. mini|hochkant|Wappen d. Fam. v. Wangelin. Herkunft Carl Moritz Freiherr von Wangelin war Angehöriger des mecklenburgischen Adelsgeschlechts Wangelin.
Leben C. M. von Wangelin war 1737 Rittmeister beim königlich-polnischenAutor N. N.: Fortsetzung des allgemeinen Historischen Lexici in welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Phropheten …. Band 2 (Anderer Theil: K - Z), 3. Auflage, George Saalbachen, Leipzig 1740, S. 1370. und kursächsischen Garde du Corps und diente ab 1746 diente als Major in einem Leibregiment. Nachdem er zur preußischen Armee gewechselt war, wurde er im Rang eines Majors vom Militärdienst verabschiedet und von Friedrich Wilhelm II. mit einer Pension von 100 Talern bedacht. Am 10. Mai 1760 wurde er zum Landrat des Luckenwaldeschen Kreises ernannt, wo er die Nachfolge von Adam Ernst II. von Rochow-Stülpe antrat, der 1759 verstorben war. Den Posten als Landrat übte er dort bis zum Jahr 1772 aus, als er in gleicher Position in den neu gegründeten Ziesarschen Kreis wechselte. Sein Gesuch um Verabschiedung wurde ihm am 10. Januar 1779 mit Pension gewährt. Ihm im Amt folgte im gleichen Jahr Hans Ernst Dietrich von Werder. Nach seinem Abschied lebte er wahrscheinlich auf dem Gut Schorbus, das seinem Schwiegersohn Karl Kuno Friedrich von Klitzing gehörte.
Familie Carl Moritz von Wangelin, häugig als Baron tituliert, war mit Susanne Eleonore, Tochter des Architekten Jean de Bodt und dessen zweite Ehefrau Magdalena von Persode-Schwester des Andreas Johann Persode de Dommangeville, verheiratet.D. Christian August Peschek (Hrsg.): Lausizische Monatsschrift oder Beyträge zur natürlichen, ökonomischen und politischen Geschichte der Ober- und Niederlausiz und der damit grenzenden Landschaften. Band 2, Schöpfische Buchhandlung, Zittau, Julius 1791, S. 3/190. Tochter Johanna Charlotte Wilhelmine Regina (1740–1824), war seit dem 2. Juli 1771 mit dem preußischen Generalmajor Karl Kuno Friedrich von Klitzing (1728–1785) verheiratet.
Literatur Johann Heinrich Zedlers: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschaf(f)ten und Künste. Band 52-1747 (W - War). Selbstverlag, Halle/Leipzig Oster-Messe 1747, Sp. 1974. Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 1066. Rolf Straubel: Adlige und bürgerliche Beamte in der friderizianischen Justiz- und Finanzverwaltung – Ausgewählte Aspekte eines sozialen Umschichtungsprozesses und seiner Hintergründe (1740–1806). BWV-Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-8305-1842-6, S. 187.
Quellen GStA, I. Rep 96 B Nr. 87, Nr. 97 (m. versch. Sterbedaten)
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Einzelnachweise
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