rahmenlos|rechts Das Gasthaus Zum Heidemuseum, Wilsede 9b, an der Dorfstraße in der niedersächsischen Gemeinde Bispingen, Ortsteil Wilsede, im Landkreis Heidekreis, wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2025) wird es als Gasthof und Hotel genutzt.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Bispingen).Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Geschichte und Beschreibung Bispingen wurde 1193 erstmals urkundlich erwähnt und Wilsede 1287.

1907 wurde das Heimatmuseum eröffnet, nachdem Dat ole Huus von 1742 nach Wilsede versetzt worden war. Der Zulauf zum Museum übertraf die Erwartungen. Deshalb wurde auf Initiative des Lehrers Bernhard Drageförde und des Pastors Wilhelm Bode 1908/09 das heutige Haupthaus des Gasthofes gebaut. Neue Bahnlinien (Bahnstrecke Winsen–Hützel (1906, 1910), Bahnstrecke Winsen–Niedermarschacht (1912)) erschlossen das Gebiet für touristische Besucher. mini|Gasthaus, hinten das Hotel mini|hochkant|Terrasse (2024) Das zweigeschossige, freistehende Gebäude auf Feldsteinsockel, in Fachwerk mit dekorativen Ausfachungen in Stein, ziegelgedecktem Walmdach mit Schleppgauben wurde 1909 nach Plänen des Lüneburger/Bardowicker Architekten Wilhelm Matthies als zweites Gasthaus in Wilsede gebaut. Dora Hinrichs übernahm 1912 die Leitung des Gasthauses.Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas NiedersachsenHeinrich Schulz: Chronik von Wilsede. Stuttgart 1967.Thomas Kaiser (Hrsg.): Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide – Natur- und Kulturerbe von europäischem Rang. In: VNP-Schriften 4, Nederhaverbeck 2013, S. 186–252.

Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… wichtiger Teil eines Gesamtwerkes ….“

Später wurde auf der Rückseite des Gasthauses eine große Terrasse angelegt. Der Haupteingang des Gasthauses lag überdacht bis in die 1960er Jahre in Richtung Heidemuseum; er wurde nunmehr verlegt zur Hauptstraßenseite. Kleine und größere Umbauten veränderten das Gebäude. Im Hotelbereich wurde das Haus Domitzlaff später als Hotelhaus einbezogen. Der große Anbau des neuen Restaurants sowie die große Terrasse und ein neuer Küchentrakt entstanden in den 1970er/80er Jahren. 2019 wurde die ursprüngliche Terrasse am seitlichen Flügel wiederhergestellt.

Nachbargebäude sind das Heimatmuseum mit Dat ole Huus von 1742/1907 und De Emhoff von 1609.

Der Architekt Matthies (1867–1934) entwarf u. a. das Künstlerheim St. Lukas (1897) in Bardowick, diverse Land-, Herren- und Wohnhäuser, die Kirche St. Johannes (1905) in Dahlenburg, die Friedhofskapelle (1905) in Handorf und die Bahnhöfe Melbeck, Beetzendorf, Amelinghausen, Soderstorf, Bispingen und Dittmern.

Weblinks

Zum Heidemuseum: Historisches Gasthaus

Einzelnachweise

Kategorie:Baudenkmal in Bispingen Kategorie:Gasthaus in Niedersachsen Kategorie:Fachwerkhaus in Niedersachsen Kategorie:Erbaut 1909 Kategorie:Backsteinarchitektur