Loibersdorf ist ein Gemeindeteil und eine Gemarkung von Babensham, einer Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim.

Geographie Der Weiler Loibersdorf liegt 7 Kilometer nordöstlich von Wasserburg am Inn. Die Gemarkung Loibersdorf (099762) umfasst 9,392 km² und hat 471 Einwohner.

Geschichte Das Gebiet von Loibersdorf gehörte nach dem Indiculus Arnonis von 790 zum Erzbistum Salzburg.

Bereits im 12. Jahrhundert ist Loibersdorf als Sitz eines Adeligen, vielleicht eines Ministerialen des Erzbistums, nachgewiesen. 1606 wird Loibersdorf in einer Hofmarksbeschreibung des Landgerichts Kling als adeliger Sitz (Schloss Loibersdorf) angeführt. Die Beschreibung von 1606 lautet: Ist ain schöns Schlößl, gehört weilandt Oßwaldten Khreidenhubers zu Sibenburg selligen Wittib und Erben zue. Dieser Kreidhuber war 1605 verstorben. Nachfolgend gab es Auseinandersetzungen wegen des Erbes, die 1613 sogar die Lehensstube in München beschäftigte. Ab 1689 ist das Chorherrenstift Au am Inn als Inhaber nachgewiesen und das Gebäude wird als Sommerschloss der Pröbste genutzt. 1694 kam es zur Errichtung eines Neubaus. Hofmarksrechte konnten erst im Ausgang des 18. Jahrhunderts erworben werden, damit war Loibersdorf das jüngste Niedergericht im Landgericht Kling.

Loibersdorf wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbstständige politische Gemeinde. Sie wurde 1857 zur Gemeinde Kling eingemeindet.

Kling (mit dem 1857 eingemeindeten Loibersdorf) wurde am 1. Januar 1980 nach Babensham eingegliedert.

Literatur

Tertulina Burkhard: Landgerichte Wasserburg und Kling. (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 15). Verlag Michael Laßleben, München 1965.

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Babensham) Kategorie:Ort im Landkreis Rosenheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Rosenheim)