mini|Funmi Olonisakin Funmi Olonisakin ist eine nigerianisch-britische Expertin auf dem Gebiet der Friedens- und Sicherheitspolitik sowie Hochschulmanagerin am King’s College London, wo sie als Vice-Principal (International) in der Universitätsleitung wirkt. Sie wurde als Gründerin des African Leadership Centre bekannt, das 2010 in Nairobi gemeinsam mit der University of Nairobi und dem King’s College London gestartet wurde. Im Jahr 2015 berief sie der UN-Generalsekretär in die Advisory Group of Experts zur Überprüfung der UN-Friedensförderungsarchitektur.

Leben und Wirken Olonisakin arbeitete am King’s College London zunächst als Leiterin der Conflict, Security and Development Group und wirkte maßgeblich am Aufbau dieses Themenfeldes an der Universität mit. Später übernahm sie universitätsweit internationale Verantwortung und agierte als Vice-Principal (International).

Mit dem 2010 gegründeten African Leadership Centre fördert Olonisakin die Ausbildung von Nachwuchsführungskräften in Afrika in den Bereichen Frieden, Sicherheit und Entwicklung und betont die Verbindung von Forschung, Praxis und Führungsentwicklung.

Als Mitglied der vom Generalsekretär eingesetzten Expertengruppe zur Überprüfung der UN-Friedensförderungsarchitektur wirkte sie 2015 an den Empfehlungen für eine Neuausrichtung der internationalen Friedensförderung mit. Der Abschlussbericht The Challenge of Sustaining Peace bündelte diese Empfehlungen und diente als diskursiver Rahmen zur Stärkung eines präventiven, gesellschaftsorientierten Friedensverständnisses.

In programmatischen Beiträgen fordert Olonisakin, Wissen als globales öffentliches Gut zu verstehen und die gesellschaftliche Vertragsbeziehung von Universitäten über nationale und hemisphärische Grenzen hinaus zu denken, was gleichberechtigte Kooperationen mit Partnern im Globalen Süden voraussetzt. Zugleich drängt sie in Veröffentlichungen darauf, Antirassismus in der Hochschulbildung konsequent umzusetzen und entsprechende Bekenntnisse in wirksame Praxis zu übersetzen. In jüngeren Reden plädierte sie zudem für afrikanisch lokalisierte Antworten und eine Abkehr von externen Blaupausen in der Krisenbewältigung, um Handlungsfähigkeit und Legitimität auf dem Kontinent zu stärken. Für das Hochschulsystem in Afrika wirbt sie für radikale, grenzüberschreitende Kooperationen, um strukturelle Ungleichheiten zu mindern und Wissensmigration auszugleichen.

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