Stéphanie Alenda ist eine französische Soziologin, die für ihre Arbeiten über Chile und die Rechte bekannt ist. Sie konzentriert sich hauptsächlich auf drei Aspekte des Wandels innerhalb der chilenischen Politik: soziale Fragen, Subsidiarität und liberalen Wandel.
Alenda hat den größten Teil ihrer akademischen Laufbahn in Chile verbracht, wo sie 2009 die Fakultät für Soziologie an der Universidad Andrés Bello (UNAB) gründete. Derzeit ist sie Vorsitzende des Forschungskomitees für Politische Soziologie der International Sociological Association (ISA) und der International Political Science Association (IPSA) (2018–2023).
Sie wurde unter anderem von den Zeitungen Le Figaro, Qué Pasa und La Segunda interviewt. Außerdem schrieb sie Kolumnen für The Clinic und El Mostrador, in denen sie über politische Themen in Frankreich berichtete.
Biografie Frühes Leben Alenda schloss 1993 ihr Studium an der Université de Nice Sophia Antipolis mit zwei Bachelorabschlüssen (Moderne Literatur und Literatur & Spanische Zivilisation) ab, gefolgt von einem Masterabschluss in Literatur & Spanischer Zivilisation (1994). Während ihres Aufbaustudiums in Lateinamerikastudien an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris erhielt sie ein Stipendium des Französischen Instituts für Andenstudien, um Feldforschung in Bolivien zu betreiben.
Nach ihrer Promotion in Politische Soziologie an der Universität Lille für Wissenschaft und Technologie im Jahr 2001 erhielt sie ein Forschungsstipendium für ein Postdoktorandenprojekt im Rahmen des Lavoisier-Programms des französischen Außenministeriums (2003).
Sie war Assistenzprofessorin am Institut für Öffentliche Angelegenheiten der Universität von Chile und Herausgeberin der politikwissenschaftlichen Zeitschrift Revista Política (2004–2012).
Soziologie an der UNAB (2009–heute) 2009 gründete sie die Fakultät für Soziologie an der Universidad Andrés Bello (UNAB). Laut Universitätsangaben ist Alenda seit 2015 Mitglied des Exekutivrats des Forschungskomitees für Politische Soziologie (CPS), das der International Sociological Association (ISA) und der International Political Science Association (IPSA) angegliedert ist.
2018 wurde sie Forschungsdirektorin der Fakultät für Bildungs- und Sozialwissenschaften der UNAB und zur Vorsitzenden des Forschungskomitees für Politische Soziologie (2018–2023) gewählt.
Bekanntheit erlangte sie im Januar 2020 während eines Seminars des Zentrums für Öffentliche Studien (CEP) unter dem Titel „Die chilenische Rechte in Zeiten des Wandels“. In ihrem Vortrag präsentierte sie die Hauptthesen ihres Buches Anatomía de la derecha chilena: Estado, mercado y valores en tiempos de cambio. An der Diskussion nahmen die Vorsitzenden der drei wichtigsten Parteien des Bündnisses Chile Vamos teil: Mario Desbordes (RN), Hernán Larraín Matte (Evópoli) und Jacqueline van Rysselberghe (UDI).
Anatomía de la derecha chilena wurde im März 2020 vom Fondo de Cultura Económica veröffentlicht und war trotz der COVID-19-Pandemie schnell vergriffen.
Werke Bücher Anatomie der chilenischen Rechten: Staat, Markt und Werte in Zeiten des Wandels, Santiago de Chile, Fondo de Cultura Económica, 2020.
Artikel (Auswahl) Les avatars de la nouvelle droite chilienne: La fabrique d'une institution partisane (1967–2010), in: Politix, Bd. 106, Nr. 2, S. 159–187 (2014). Cambio e institucionalización de la "nueva derecha" Chilena (1967–2010), in: Revista de Sociología e Política, Bd. 22, Nr. 52, S. 159–180 (2014). La batalla por las ideas en tiempos posideológicos: Adaptaciones y permanencias ideológicas en la nueva centroderecha chilena, Revista de Sociología e Política, Nr. 70 (2019). How similar are the attitudes of male and female party leaders? Gender gaps and moderation in the Chilean center-right, Economics and Politics Magazine, Jg. 6, Nr. 1 (2020). The Chilean right at the crossroads: Counterhegemony of subnational and solidary leaderships, CIDOB d’Afers Internacionals, Nr. 126 (2020). Satisfaction and recognition in precarious occupations: The case of waste collectors in Chile, Left-wings Magazine, Nr. 49 (2020). Ni crisis ni panaceas. Dinámicas y transformaciones de los sistemas partidarios en América Latina, Colombia Internacional, Nr. 103 (2020).
Einzelnachweise
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