mini|Brian O’Higgins Brian O’Higgins (, genannt Brian na Ban, * 1. Juli 1882 in Kilskeer, County Meath, Irland; † 10. März 1963 in Clontarf, Dublin) war ein irischer Schriftsteller und Politiker der Sinn Féin. Er war von Januar 1919 bis Juni 1927 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem irischen Unterhaus.

Biografie O’Higgins war das jüngste von 14 Kindern eines Landwirts. Schon in seiner Jugend faszinierte ihn die junge irische Literatur und die republikanische Bewegung. Nach der Schulzeit wurde er Gehilfe in einem Ausstattungsgeschäft in Clonmellon. Ab 1898 begann er, Gedichte und Artikel zu verfassen. Er widmete seinem Vorbild, dem katholischen Priester und dem irischen Linguisten Eugene O’Growney, ein Gedicht. Ab 1900 veröffentlichte er in der Zeitschrift The United Irishmen, die von Arthur Griffith und William Rooney herausgegeben wurde. O’Higgins nahm 1905 an der Gründungsversammlung der Sinn Féin teil und schrieb die Parteihymne Sinn Féin Amháin. 1906 wurde er reisender Lehrer der Conradh na Gaeilge (). Im gleichen Jahr freundete er sich mit Patrick Pearse an. 1913 trat er den Irish Volunteers bei. 1914 schrieb er ein patriotisches Gedicht zu Beginn des Ersten Weltkriegs Who is Ireland’s enemy? im Pamphlet Germany is not Ireland’s Enemy. Zum Osteraufstand 1916 wurde er als Reservist zum Wachdienst am General Post Office in Dublin gerufen. Vom 1. Mai 1916 bis zum Februar 1917 war er von den Briten in England und Wales inhaftiert worden. Im Mai 1918 wurde er erneut verhaftet, kandidierte aber bei der Unterhauswahl 1918 im Wahlkreis Clare West und wurde als Mitglied der Sinn Féin gewählt. Er versammelte sich mit den übrigen südirischen Abgeordneten nicht im House of Commons in Westminster, sondern bildete mit ihnen den Revolutionary Dáil im Mansion House in Dublin. Bei den Wahlen 1921 wurde er dann ohne Gegenkandidat im Wahlkreis Clare gewählt. Er war ein Gegner des anglo-irischen Vertrages. Während des irischen Bürgerkriegs wurde er inhaftiert. Dennoch konnte er seinen Sitz bei den Wahlen 1922 und 1923 verteidigen. Bei den Wahlen 1927 verlor er seinen Sitz jedoch wieder.Electionsireland.org: Brian O’Higgins O’Higgins produzierte ab den späten 1920er Jahren Glückwunschkarten, Kalender und mit keltischen Symbolen und Versen seiner Gedichte gestaltete Objekte. Der Verkauf war sehr erfolgreich. Von 1931 bis 1933 war er Präsident der Sinn Féin. Als Michael O’Flanagan als sein Nachfolger gewählt wurde, protestierte er mit zahlreichen anderen wegen der vermeintlichen Nähe O’Flanagans zur irischen Regierung. O’Higgins trat aus der Partei aus. Im Dezember 1938 unterzeichnete er gemeinsam mit Mary MacSwiney und weiteren Abgeordneten des 2. Dáil der Sinn Féin die Erklärung, dass der IRA-Armeerat die einzige legitime Regierung Irlands sei und dass der Abstentionismus von den parlamentarischen Institutionen weiterhin die Politik der Sinn Féin sein müsse. Die Continuity Irish Republican Army sieht sich in der legitimen Nachfolge der Grundsätze der IRA dieser Zeit.

Er publizierte nicht nur viele Bücher und Gedichte. Er schrieb auch die Texte für die Lieder A Stór Mo Chroí und The Boy from Tralee.

1908 hatte O’Higgins Anna Ní Chionnnaigh (), mit der er sieben Kinder hatte.

Literatur A Bunch of Wild Flowers. Poems on religious subjects, 1906 The Voice of Banba. Songs, ballads and satires, 1907 By a Hearth in Éireann. Stories and sketches, 1908 At the Hill o’ the Road, songs and poems, 1909 Síol na Saoirse. Songs and poems in Irish, 1910 Ballads of Battle. Songs of the Irish freedom struggle, 1910 Signal Fires. Patriotic songs and ballads, 1912 Sentinel Songs and Recitations, 1915 Hearts of Gold. Stories and sketches, 1917 Christmas Stories and Sketches, 1917 Fun o’ the Forge. Humorous short stories, 1917 An t-Aifrionn. Irish language prayer book for the Tridentine Mass, 1918 Glór na nÓige. Poetry for children, 1920 Songs of the Sacred Heart, 1920 The Soldier’s Story of Easter Week, 1925 Ten Golden Years Ago. A memorial to the 1916 Rising, 1926 Songs of Glen na Móna. Songs and poems, 1929 Laughter-Lighted Memories. Humorous anecdotes from the Irish revolutionary period, 1932 A Rosary of Song. Poems on sacred subjects, 1932 Wolfe Tone Annual. Popular accounts of Irish history, Jahrbuch, jeweils von 1932 bis 1962 erschienen Sinn Féin and Freedom, 1933 Amhráin agus Dánta. Songs and poems in Irish, 1954 Glory Be to God. A book of religious verse, 1959

Weblinks

Homepage des Oireachtas Eintrag im Dictionary of Irish Biography

Einzelnachweise

Kategorie:Teachta Dála Kategorie:Person im Osteraufstand Kategorie:Mitglied der Irish Republican Army (1919–1922) Kategorie:Mitglied der Irish Republican Army (1922–1969) Kategorie:Mitglied der Sinn Féin Kategorie:Ire Kategorie:Geboren 1882 Kategorie:Gestorben 1963 Kategorie:Mann