Die Camptandriidae sind eine zu den Thoracotremata gehörende Familie der Krabben (Brachyura) mit 40 Arten. Die meisten davon sind freilebend, nur eine Gattung lebt in Symbiose mit Würmern. Sie bewohnen die Gezeitenzone und den Flachwasserbereich der Meere, gewöhnlich an Flussmündungen und in Mangroven.

Merkmale Der Carapax ist queroval bis annähernd quadratisch oder fünfeckig. Die Rückenfläche ist meist abgeflacht, die Regionen sind schlecht abgegrenzt. Die gastrokardiale Grube ist deutlich, die Herzregion leicht erhaben bis stark konvex. Vorderer und hinterer Seitenrand sind nicht immer deutlich abgegrenzt, der vordere meist unbewaffnet, er kann aber gezahnt, gelappt oder bedornt erscheinen. Die Stirn ist sehr breit. Die Augenstiele sind kurz. Die Antennulen sind schräg oder quer gefaltet und nicht unter dem Stirnrand verborgen, ihr Basalglied ist relativ groß. Das Basalglied der Antennen ist kurz, stämmig und erreicht knapp oder ganz die Stirn. Ihr viertes Glied liegt längs und verschließt den Augenhöhlenspalt, ihr fünftes ist gebogen, die Antennengeißel relativ lang. Die Mundhöhle ist breiter als lang und im Vergleich zum Gesicht relativ groß. Die dritten Maxilliped sind sehr breit, bei ihrem Schluss bleibt niemals eine rhomboide Lücke. Ihr Merus ist manchmal mit dem Ischium verschmolzen, der Merus ist etwas kürzer oder gleich lang wie das Ischium. Die beiden Endglieder des Palpus sind schwach entwickelt.

Die Scherenbeine sind oft ungleich groß, die Scheren (Chelae) bei Männchen gewöhnlich größer. Der Finger (Dactylus) hat bei Männchen einen deutlich einwickelten Zahn. Die Scheren der Weibchen sind schlank mit spatelförmigen Spitzen, die meist beborstet sind. Die Schreitbeine (P2-P5) sind meist breit und abgeflacht.

Die Somiten drei bis vier oder fünf des Pleons sind bei Männchen verwachsen, die Nähte bleiben aber häufig sichtbar. Der fünfte Somit ist seitlich oft eingedrückt, so dass das erste Gonopodium teilweise sichtbar ist. Ein Druckknopfmechanismus zur Arretierung des Pleons ist vorhanden. Das erste Gonopodium ist innenseitig geknickt, seine Endhälfte kreuzt über die Basis. Sein Ende ist einfach gebaut oder kugelförmig, manchmal aber auch komplex mit langen Borsten. Das zweite Gonopodium ist sehr kurz.

Systematik Zur Familie gehören folgende Gattungen: Baruna , 1904 Calabarium , 1981 Camptandrium , 1858 Cleistostoma , 1833 Danielella , 2012 Deiratonotus , 1981 Ecphantor , 1981 Exagorium , 2015 Ilyogynnis , 1981 Leptochryseus , 1996 Lillyanella , 1981 Manningis , 1996 Moguai , 1999 Mortensenella , 1909 Nanusia , 1999 Nasima , 1991 Opusia , 2009 Paracleistostoma , 1895 Paramoguai , 2014 Paratylodiplax , 1974 Serenella , 1981 Takedellus , 1999 Telmatothrix , 1981 Tylodiplax , 1895

Weblinks

Einzelnachweise Camptandriidae Stimpson, 1858. World Register of Marine Species. Abgerufen am 29. Oktober 2025.