mini|Grab Wagener auf dem Bensberger Friedhof mini|Wilhelm-Wagener-Platz in Bensberg

Wilhelm Wagener (* 30. Dezember 1910 in Rhein bei Morsbach; † 18. September 1970 in Bensberg) war ein deutscher Kommunalpolitiker. Er war von 1949 bis 1970 Stadtdirektor der Stadt Bensberg, heute Teil der Stadt Bergisch Gladbach.

Leben Wilhelm Wagener war von 1930 bis 1938 beim Kolpingwerk in Köln tätig. 1938 wurde er "wegen staatsgegnerischer Betätigung" von den Behörden des NS-Regimes in sogenannte Schutzhaft genommen. Nach Kriegsende war er Gemeindedirektor im oberbergischen Eckernhagen. Der Bensberger Stadtrat wählte ihn 1949 zum Stadtdirektor. 27 Jahre gestaltete Wagener die Entwicklung Bensbergs. Am 18. September 1970 verstarb er unerwartet an seinem Arbeitsplatz.

Würdigung Wilhelm Wagener war wesentlich verantwortlich für die Entwicklung der Stadt Bensberg in den Jahren 1950 bis 1970 während der Amtszeiten der Bürgermeister Jean Werheit und Ulrich Müller-Frank. Er wurde der "Macher der Aufbaujahre" genannt. Meilensteine waren unter anderem der Umbau des Alten Schlosses Bensberg zum Rathaus nach den Plänen von Gottfried Böhm, die Innenstadtsanierung mit vollständiger Umgestaltung des Bensberger Zentrums, die Neubauten Wohnpark Bensberg, des Vinzenz-Pallotti-Krankenhauses und des Bethanien Kinderdorfs Bergisch Gladbach sowie die Ansiedelung der Firma Interatom in Moitzfeld. Ehrungen Der Platz vof dem Bensberger Rathaus erhielt 1970 den Namen Wilhelm-Wagener-Platz.

Familie Wilhelm Wagener war verheiratet mit Josefine Zeppenfeld (1913–2009). Das Grab der Eheleute liegt auf dem Bensberger Friedhof.

Siehe auch Liste der Bürgermeister von Bensberg

Einzelnachweise

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