Die römisch-katholische Kirche Mariä Himmelfahrt und St. Ägidius ist ein Bauwerk in Erlenbach bei Dahn. Sie gehört zum Bistum Speyer und steht unter Denkmalschutz. Kirchenpatrone sind die in den Himmel aufgenommene Gottesmutter Maria und der heilige Ägidius.

Lage Das Bauwerk steht an der Südseite der Hauptstraße, Hausnummer 11, beziehungsweise der Landesstraße 490. Unmittelbar nördlich der Kirche mündet in diese die Grünheckstraße ein. Etwas weiter östlich verläuft der Erlenbach. In unmittelbarer Nähe befinden sich die alte Schule, das Dorfgemeinschaftshaus, der Dorfplatz und die Feuerwehr. An der Kirche vorbei führen mehrere Wanderwege, darunter die Südroute der Pfälzer Jakobswege.

Geschichte Jahrhundertelang besuchten die Gläubigen aus Erlenbach die Kirche im südlichen Nachbarort Niederschlettenbach. Um diesen Weg zu ersparen, entstand im Jahr 1750 in Erlenbach eine eigene Kirche. Vor allem Peter Kuntz, der damalige Schultheiß der Herrschaft Bewartstein unterstützte den Bau des Gotteshauses maßgeblich. Die Kirche ist ein barocker Saalbau, der 1753 fertiggestellt war. Sie befindet sich traufständig zur Straßenseite. Der Eingang befindet sich an der Westseite.

Bis Ende 2015 war sie eine Filiale der Niederschlettenbacher Pfarrei St. Laurentius. Seit 2016 ist sie eine Filiale der Pfarrei Hl. Petrus in Dahn. Ende 2017 wurden Dach und Dachreiter renoviert.

Innenausstattung

Die Kirche hat einen von Simon Balthasar Martin aus Wissembourg gefertigten barocken Hochaltar. In der Mitte des Retabels zwischen sechs Säulen sitzt eine Marienstatue mit ausgebreiteten Armen. Im Altarauszug ist in einem Hochrelief die Heilige Dreifaltigkeit dargestellt. Links und rechts davon steht eine kleine Heiligenfigur. Weitere vier Statuen stehen auf Wandkonsolen im Kirchenschiff, vorn links eine Madonna mit Jesuskind, rechts der heilige Josef mit Kind. Weiter hinten stehen zwei heilige Bischöfe, links der heilige Ägidius und hinter ihm die Hirschkuh, die ihn der Legende nach während seiner Zeit als Einsiedler nährte und die er davor bewahrt hatte, bei der Jagd erlegt zu werden, rechts der heilige Augustinus mit dem von einem Pfeil durchbohrten Herzen als Zeichen der Gottesliebe in der Hand. Der Taufstein stammt aus dem Jahr 1755. Die Empore, auf der die Orgel steht, wird von vier runden, hell marmorierten Säulen gestützt.

Die aktuelle Orgel entstand im Jahr 1900, gebaut von H. Voit & Söhne. Sie befand sich ursprünglich in der protestantischen Kirche von Ludwigswinkel. 1975 wurde sie dort durch ein moderneres Instrument ersetzt und in die Erlenbacher Kirche übertragen. 2000 wurde sie von Peter Ohlert aus Kirkel restauriert. Sie hat sechs Register auf einem Manual und Pedal; Spiel- und Registertraktur sind pneumatisch.

Literatur Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südwestpfalz (PDF; 8,7 MB). Mainz 2023.

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Einzelnachweise

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