Michelle Yaa Asantewa (* 1969)Michelle Yaa Asantewa. In: The Literary Consultancy. Abgerufen am 22. November 2025. ist eine guyanisch-britische Autorin und Kulturvermittlerin, deren Arbeiten sich mit afrikanisch-karibischen Spiritualitäten – insbesondere Komfa – befassen. Ihre Bücher umfassen Guyanese Komfa: The Ritual Art of Trance und den Roman Something Buried in the Yard. Sie tritt zudem als Mitorganisatorin des jährlich in London ausgerichteten Annual Osun River Ritual hervor.

Leben Asantewa wuchs in Guyana auf und zog im Kindesalter in das Vereinigte Königreich, wo sie in autobiografischen Rückblicken ihre religiöse Sozialisation und den späteren Weg zur afrikanischen Spiritualität beschreibt. Sie forschte in London zu Komfa und schloss 2009 eine Promotionsarbeit ab, die später die Grundlage für Guyanese Komfa: The Ritual Art of Trance bildete. Im Jahr 2016 stellte sie in Zusammenarbeit mit der Universität Guyana im Moray House in Georgetown drei Bücher – Guyanese Komfa: The Ritual Art of Trance, Something Buried in the Yard und Mama Lou Tales – vor. Mit diesen Veröffentlichungen beabsichtigte sie eine breitere Vermittlung von Komfa und guyanischer Folklore. Im Vereinigten Königreich tritt sie regelmäßig als Referentin zu afrikanischer indigener Spiritualität auf; sie ist die Gründerin von Way Wive Wordz Publishing. Sie bringt sich in London in der guyanischen Diaspora ein.

Wirken In Something Buried in the Yard verwebt Asantewa Familiengeschichte, Erinnerungsarbeit und die rituellen Praktiken von Komfa; Kritiken heben hervor, dass der Roman in Struktur und Bildsprache von Trance- und Besessenheitsmotiven geprägt ist. Guyanese Komfa: The Ritual Art of Trance dokumentiert historische, rituelle und ästhetische Dimensionen von Komfa und positioniert die Praxis zugleich als Symbol guyanischer kultureller Identität. Mit Mama Lou Tales legte sie zudem eine biografisch-folkloristische Sammlung über ihre Mutter vor. Sie initiiert und leitet gemeinsam mit Partnern das jährlich im August stattfindende Annual Osun River Ritual in London; 2025 war ein öffentliches Ritual als Teil der London Rivers Week an der Themse angesetzt. Überdies gestaltet sie Vorträge und Programme zu afrikanischen indigenen Spiritualitäten, darunter eine öffentliche Vorlesung am Fulham Palace in London im Jahr 2025. Ergänzend trat sie im Vereinigten Königreich bei Fachtagungen als Sprecherin zu Themen wie der afrikanischen Spiritualität und Osun-Ritualen auf.

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