mini|Schaumboden, vom Gauerstall Schaumboden ist eine Ortschaft in der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).

Lage Die weit verstreute Ortschaft liegt im Tal des Mühlbachs und an Hängen der Wimitzer Berge, überwiegend in der Katastralgemeinde Schaumboden, etwa 5 bis 8 Kilometer nordwestlich des Bezirkshauptorts St. Veit an der Glan.

mini|Schaumboden; in der Bildmitte Raspalter (Nr. 28), ehemaliges Gemeindeamt Der heutige Siedlungskern des Orts, südöstlich der Burgruine Schaumburg, dort, wo sich die Steinbichler Landesstraße aus dem Tal des Mühlbachs zum Schneebauer Rücken hinaufzuwinden beginnt, ist großteils erst im 20. Jahrhundert entstanden. Hier befanden sich früher nur die Häuser Raspalter (Haus Nr. 28; diente von 1968 bis 1972 als Gemeindeamt der Gemeinde Schaumboden) und Stadler (Nr. 29 und 29a). Südöstlich vorgelagert ist Lager (Nr. 30), östlich Motschegraber (Nr. 32).

Von der am Fuß dieser Siedlung den Mühlbach aufwärts führenden Straße aus gibt es teils unbefestigte Zufahrten zu den Häusern Tratter (Nr. 2), Schaumer (Nr. 3), Kalkgrubermoos (Nr. 4). Hofstätter (Nr. 5), Schenkenberger (Nr. 6; daneben Spuren einer alten Verteidigungsanlage), Tischler (Nr. 7), Schwager (Nr. 10), Maar (Nr. 13), Schwundner (Nr. 34) und Schmälzbicherl (früher Pobatschnigkeusche, Nr. 45).

Oberhalb des Ortskerns liegen links der Steinbichler Straße Wrieser (Nr. 15) und Striele (Nr. 18) sowie die vom zur Ortschaft Predl gehörenden Fuchsbauer aus erreichbaren Stiebitzer (Nr. 11), Urbonig (Nr. 12) sowie Haus Nr. 9, das als einziges der Ortschaft in der Katastralgemeinde Steinbichl liegt. Rechts der Steinbichler Straße liegen Gratnig (Grantenbauer, Nr. 16), Unterer Kienberger (Nr. 17) und Wilnegger (Nr. 22).

In dem Graben nördlich des Ortskerns kommt man zu den Höfen Knaller (Nr. 23) und Staunig (Nr. 26).

Von der nach Gray hinaufführenden Straße aus erreichbar sind Mirnig (Nr. 24), Kalchgruber (Nr. 25), Pietschnig (Nr. 27) und Unterer Lebitschnig in Dörfl (Nr. 21; der einzige Hof der Ortschaft, der in der Katastralgemeinde Dörfl liegt; gehörte bis Ende des 20. Jahrhunderts zur Ortschaft Dörfl).

Geschichte Um 1200 wird die Schouwenburch urkundlich genannt.

Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Schaumboden Hauptort der Gemeinde Schaumboden. Seit der Kärntner Gemeindestrukturreform von 1973 gehört die Ortschaft zur Gemeinde Frauenstein. Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Ort um den bis dahin zur Ortschaft Dörfl gehörenden Lebitschnighof erweitert.

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 46 Häuser, 334 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 77. 1880: 47 Häuser, 278 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 60. 1890: 42 Häuser, 273 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 61. 1900: 40 Häuser, 253 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 82. 1910: 40 Häuser, 201 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 43. 1923: 39 Häuser, 219 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 18. 1934: 214 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 18. 1961: 39 Häuser, 191 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 257. 2001: 50 Gebäude (davon 35 mit Hauptwohnsitz) mit 49 Wohnungen; 133 Einwohner und 6 Nebenwohnsitzfälle; 41 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 12 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 99. 2011: 46 Gebäude, 111 Einwohner, 39 Haushalte, 2 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 39. 2021: 45 Gebäude, 105 Einwohner, 38 Haushalte, 10 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 34.

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Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Frauenstein, Kärnten) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan