Die Liste der Wegekreuze und Bildstöcke in Simmerath listet die Flur- und Wegekreuze sowie die Bildstöcke und kleineren Wegekapellen in der Gemeinde Simmerath in der Städteregion Aachen mit ihren jeweiligen persönlichen Geschichten – soweit bekannt – und ohne Anspruch auf Vollständigkeit auf.

Auffallend in der Gemeinde Simmerath, besonders in den Ortsteilen Eicherscheid, Rurberg, Steckenborn und Strauch, sind die zahlreichen oft sehr schmuckvollen Wegekapellen, in denen die Wegekreuze untergebracht sind. Es sind aber eher größere, teils begrenzt begehbare Bildstöcke, sind aber nicht einem Patrozinium unterstellt, haben keinen Gebetsraum und dienen mehrheitlich als Stationen für die jährlichen Fronleichnamsprozessionen.

Liste Standort Stadt-/Ortsteil Datierung Beschreibung/Inschrift Bild Bickerather Straße 19() Simmerath unbekannt Großes, dunkles Holzkreuz unter schiefergedecktem Giebeldach mit rautenartiger weißer Rückwand, kleiner hellbrauner Korpus, „INRI“-Plakette 100px|zentriert Bickerather Straße 31() Simmerath unbekannt 30px|rechts Helles Holzkreuz mit auffälligen Dreipassstrukturen, angelehnt an die Hauswand. Darüber ein separates schiefergedecktes Giebeldach. Neuer kleiner Korpus, darüber „INRI“-Plakette. 100px|zentriert Dohmenstraße 12() Simmerath unbekannt Bildstockartiges Wegekreuz, rautenförmiger Nischenkasten mit flachem Giebeldach auf einem quadratischen Holzpflock. In der Nische eingelassen ein kleines, flaches Kreuz mit dunklem Korpus, darunter Platz für eine Blumenschale. 100px|zentriert Ecke Bruchstraße – Sportplatzstraße() Simmerath unbekannt 30px|rechts Auffällige blumengeschmückte Kreuzanlage hinter schmiedeeisernem Gitter. Braunes Holzkreuz mit geschwungenem, rautenartigem hellem Rückenteil, schmales Giebeldach, metallener Korpus, darunter angebrachte Blumenschale.

Inschrift Plakette am Schaft: „Mein Freund, wo gehts du hin. Vergiss' nicht, dass ich dein Erlöser bin. Dass ich so viel gelitten hab' für dich, daher bleib' steh'n und grüße mich. Mein Jesus Barmherzigkeit“ 100px|zentriert weitere Bilder Kelltergasse() Simmerath Mitte 20. Jh. Kleines, braunes Holzkreuz mit geschwungener Rückwand, schmales zinkblechgedecktes Giebeldach, brauner Korpus. Es erinnert an Anna Braun, geb. Schmidt, die dort am 5. Juli 1948 ums Leben kam. Sie hinterließ ihren Mann Matthias Hubert (1884–1960), ihr Sohn Ewald (1910–1942) starb bereits im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront.

Inschrift: „Anna Braun, geb. Schmidt, † 5. 7. 48 – R.I.P.“ 100px|zentriert Kelltergasse – Kroley() Simmerath 1980er-Jahre Schmucker grottenartiger Bildstock in einem Felsblock, angelegt etwas abseits vom Fußweg im Hang zum Tiefenbach von Vinzenz Braun († 2016) aus Dankbarkeit, den Zweiten Weltkrieg und die anschließende Gefangenschaft gesund überstanden zu haben. Unweit davon hatte sein Bruder Konrad aus gleichem Grund in einem ausgehöhlten Baum ebenfalls eine Madonna aufgestellt, die mittlerweile jedoch mutwillig zerstört wurde. Im Zentrum der Grotte eine Madonna und ein kleines Kreuz sowie Grablichter und jahreszeitlicher BlumenschmuckPeter Stollenwerk: Mariengrotte im Felsen, in: Aachener Zeitung vom 29. November 2024 100px|zentriert Kranzbruchvenn() Simmerath 1830er-Jahre. 30px|rechts Gedenkkreuz aus massivem Blaustein am Rande des Kranzbachvenns für den Ackerer und Junggesellen Jakob Heck aus Eicherscheid, der bei Mäharbeiten vom Blitz erschlagen wurde.Peter Stollenwerk: Ein Blitz, ein Schicksal und ein Kreuz, in: Aachener Zeitung vom 25. Mai 2025

Inschrift: „IHS – Anno 1829, den 13. August ist Jacob Heck von Eicherscheid hier vom Blitz und Donner erschlagen worden.“ 100px|zentriert Mühlenweg – Kopperweg() Simmerath 1947 / Neuanfertigungen: 1962, 1986, 1996, 2012 So genanntes „Eifelkreuz“ als 12. Station des Kreuzweges Simmerath, wurde erstmals 1947 aus Fichtenholz angefertigt. Aufgrund von Witterungseinflüssen musste es in den Jahren 1962, 1986, 1996 und 2012 erneuert werden. In unmittelbarer Nachbarschaft wurde im November 2009 dazu noch ein Gedenkstein als „Gedenkstätte für die kriegstoten und Mahnmal für den Frieden“ platziert. Der Kreuzweg selbst besteht einheitlich aus einfachen, halbhohen Holzkreuzen mit abgerundeten Balken und kleinem Korpus sowie einer kleinen Plakette mit der Stations-Nummer.Martina Gelhar (2023): Kreuzweg von Simmerath auf die Paustenbacher Höhe, in: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital, abgerufen am 13. Oktober 2025Peter Stollenwerk: Das Paustenbacher Mahnmal und der Orkan, in: Aachener Zeitung vom 10. August 2025

Inschrift auf einem Stein am Fuße des Kreuzes: „Eifelkreuz – Heiliges Zeichen des Glaubens, Einziger Bringer des Friedens. 3.10.1947.“ 100px|zentriert weitere Bilder Mühlenweg() Simmerath unbekannt Mariengrotte in Nachbarschaft zur Station sieben des Simmerather Kreuzweges. Aufbau aus Bruchsteinen mit Nischen für eine Grablaterne und einer Marienfigur hinter Schutzgitter. 100px|zentriert Auf der Auellt 5() Simmerath-Bickerath unbekannt Großes, braunes Holzkreuz mit geschwungener, rautenartiger, weißer Rückwand, schieferverkleidetem Giebeldach metallenem Korpus. 100px|zentriert Bickerather Straße 49() Simmerath-Bickerath unbekannt 30px|rechts Einfaches, an die Hauswand angebrachtes, dunkles Holzkreuz mit offenem Giebeldach und kleinem, dunklem Korpus, darüber goldfarbene „INRI“-Plakette. 100px|zentriert Bundesstraße / Schöne Aussicht() Simmerath-Dedenborn um 2007 Kleines, braun gestrichenes Unfallkreuz mit spitzem schiefergedecktem Giebeldach, aufgestellt anlässlich des Unfalltods von Andreas Westpfal. Geschnitzte Stolastrukturen über dem Querbalken, „PAX“-Gravur im oberen und Inschriftentafel am unteren Schaft.

Inschrift Plakette: „Andreas Westphal, 9. April 2007.“ 100px|zentriert Ecke Am Rott 7 – Waldstraße() Simmerath-Dedenborn unbekannt Dunkles Holzkreuz mit schieferbedecktem, offenem Giebeldach und „INRI“-Gravur, kleiner metallener Korpus. 100px|zentriert Ecke Rurauenweg – Weihrauchsberg() Simmerath-Dedenborn 2011 Kleines Holzkreuz für einen „Freund Ernst“ mit Inschriftenplakette im Schnittpunkt der Balken, angelehnt an einem Steinmäuerchen aus Bruchsteinen. Gesamtanlage gestaltet wie eine Grabstätte mit Blumenschmuck.

Inschrift: „Unserem lieben Freund Ernst, ruhe in Frieden, 2011“ 100px|zentriert Eifelblick() Simmerath-Dedenborn 1887 30px|rechts Scheiblerkreuz, errichtet 1887 von Bernhard Freiherr von Scheibler vom Steinmetz H. Schiffer aus Raeren. Das Kreuz wurde mehrfach zerstört und in teils veränderter Form wiederaufgebaut. Die Vorderseite des Kreuzes zeigt auf Einruhr, die Rückseite auf Dedenborn.Peter Stollenwerk: Ein Ausflug mit Nachwirkung, in: Aachener Zeitung vom 20. November 2023

In der Querfläche über dem Sockel war einst das Familienwappen und im Querbalken die Inschrift „Durch das Kreuz zum Licht“ in lateinischer Sprache eingraviert. Heutige Sockelinschrift: „Bernhard Freiherr von Scheibler, Landrat des Kreises Montjoe von 1856–1866“ 100px|zentriert weitere Bilder Fedder() Simmerath-Dedenborn unbekannt Holzkreuz mit rautenartiger Rückwand, schiefergedecktem Giebeldach und kleiner heller Korpus, darüb er „INRI“-Plakette.

Inschrift: „Den Weg zum Kreuze halte immer frei, so bleibt dir den Weg zum Heile frei.“ 100px|zentriert Feldweg zw. Waldstraße 33/35() Simmerath-Dedenborn 1897 Kurzes, stablies, hölzernes Gedenkkreuz mit ausgeprägtem, offenem Giebeldach und geschnitztem Korpus, darüber eingraviert „INRI“

Inschrift Plakette am Schaft: „Ein Vaterunser für Math. Gerhard Joerres d. i. Alter von 18 Jahren unerwartet am 10. Mai 1897 hier starb.“ 100px|zentriert weitere Bilder Hammerstraße – Rauchenauel() Simmerath-Dedenborn Mitte 18. Jh. / Neuanlage 1857–1863. Alter Kreuzweg, eingerichtet von Pfarrer Carl Bimmermann, gestaltet in Form von Stationshäuschen mit einer im oberen Teil eingearbeiteten Nische, in denen 72 × 50 Zentimeter große Tontäfelchen hinter schmiedeeiserne Gittertürchen eingelassen sind, die die Stationen des Kreuzweges reliefartig darstellen. Die ersten Bildstöcke waren Mitte des 19. Jahrhunderts verwittert und wurden zwischen 1857 und 1863 neu angefertigt. In den Jahren 1995/1996 und 2024 fanden grundlegende Restaurierungen statt.Sarah Maria Berners: Nicht alle Rätsel des Kreuzwegs sind gelöst, in: Aachener Zeitung vom 4. April 2012Straßenkreuzweg restauriert, Pressemitteilung auf wochenspiegellive.de vom 18. Dezember 2024 100px|zentriert weitere Bilder Hammerstraße ggü. 2() Simmerath-Dedenborn unbekannt Gedenkkreuz zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege, Schlichtes hohes Holzkreuz ohne Korpus, Oberseite Querbalken mit Zinkblech versiegelt. Zwei Metallplatten auf Bruchsteinsockeln mit den Namen der Gefallenen flankieren die Anlage. 100px|zentriert Hammerstraße 15() Simmerath-Dedenborn unbekannt 30px|rechts Dunkels Holzkreuz mit betonten Dreipässen auf weißer, rautenartig geschwungener Rückwand, abgerundetes Giebeldach und weißer Korpus. Schaft in einer hölzernen sockelartigen Verkleidung mit aufgesetztem Blumenschmuck eingelassen. 100px|zentriert Hans-Josef-Hilsenbeckplatz() Simmerath-Dedenborn unbekannt Kleiner nach unten konisch zulaufender, hölzerner Bildstock, aufgesetzt auf einem Steinblock, geschwungener Dachaufbau, Figurennische mit geschnitzter Marienfigur. 100px|zentriert Ölmühlenweg 70() Simmerath-Dedenborn 1. Hälfte 19. Jh. größeres, teils verwittertes Holzkreuz an der Hauswand, flankiert mit zwei kleinen Wandkübeln für Pflanzen, auffällige Dreipassstrukturen, große rautenartige Rückwand, schmales schieferbedecktes Giebeldach, größerer heller Korpus 100px|zentriert Ölmühlenweg 70() Simmerath-Dedenborn unbekannt Kleineres dunkles Holzkreuz an der Hauswand, flankiert von einem alten Wagenrad. Rautenartige Rückwand und schmales Giebeldach; anstelle des Korpus befindet sich dort ein geschnitztes kleines Kreuz mit dem Symbol der Betenden Hände. 100px|zentriert Ölmühlenweg 70() Simmerath-Dedenborn unbekannt Bildstock aus Bruchsteinen neben dem Wirtschaftsgebäude, kleine Figurennische mit Heiligenfigur, ausgestattet mit Dornenzweigen – den Attributen nach der hl. Benjamin von Persien. 100px|zentriert Rauchenauel / Friedhofsaufstieg() Simmerath-Dedenborn unbekannt Modern gestalteter Bildstock mit flachem Holzbrett auf schlanker, geschwungener Rückwand unter verziertem zinkblechgedecktem Giebeldach. Geschnitzte Marienfigur mit Jesuskind in der Darstellung als Maria Immaculata. Darunter hölzerne Inschriftentafel und Blumendekor.