Die Protestantische Kirche Frankenstein ist eins von zwei Kirchengebäuden in der Gemeinde. Sie ist Teil der Protestantischen Kirchengemeinde Weidenthal-Frankenstein-Neidenfels im Dekanat Neustadt der Evangelischen Kirche der Pfalz. Sie steht unter Denkmalschutz.
Lage Die Kirche steht am südlichen Ortsrand am Fuß des Schloßbergs. Zusammen mit der unmittelbar benachbarten Ruine der Burg Frankenstein und dem Tunnelportal der Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken bildet sie ein Ensemble. Unmittelbar südlich schließt sich der als Denkmalzone ausgewiesene alte Friedhof an und im Anschluss der gegenwärtige Friedhof. Etwas weiter östlich und nordöstlich fließt der Hochspeyerbach.
Architektur Der von Bauinspektor Tanera und Bezirksbaumeister Julius Huth aus Kaiserslautern entworfene neugotische Saalbau besteht aus Sandstein. Über dem Eingang steht der Psalm 84: „Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth“. Der Turm hat einen mit Schiefer gedeckten spitzen Helm. Die Turmuhr wurde 1996 eingebaut.
Innenausstattung
mini|Orgel
Das Innere der Kirche ist sehr schlicht gehalten; die Wände sind grün verputzt; die Decke ist aus Holz. Die aktuelle Orgel baute 1981 Gerhard Kuhn. Sie wurde in das zum Teil erhaltene Gehäuse der von G. F. Steinmeyer & Co. 1914 errichteten Vorgängerorgel hineingebaut. 2015 wurde ein Kunstglasfenster, das von dem Dresdner Künstler Till Ansgar Baumhauer geschaffen wurde, in die Kirche anstelle eines Bleiglasfensters eingebaut. Das Geläut besteht aus drei Glocken, die 1955 gegossen wurden.
Geschichte
Die Kirchengeschichte Frankensteins beginnt mutmaßlich mit der Burgkapelle, die auf der Burg Frankenstein stand. Darüber hinaus ist anzunehmen, dass es zusätzlich im Siedlungsgebiet eine weitere Kapelle gab.
Am Standort der Kirche befand sich bereits seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein Vorgängerbau. Nachdem dieser zu klein geworden war, entstand in den Jahren 1871 und 1872 das gegenwärtige Bauwerk.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche durch Bombenabwürfe beschädigt und nach Kriegsende repariert. In den folgenden Jahren wurde die um den Altar befindliche Loge entfernt und in einem anderen Teil der Kirche partiell zur Sakristei umfunktioniert. Ihr aktuelles Erscheinungsbild stammt aus dem Jahr 1976.
Literatur Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Kaiserslautern (PDF; 5,6 MB). Mainz 2023.
Weblinks
Einzelnachweise
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