Predl ist eine Ortschaft in der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Lage Predl liegt in den Wimitzer Bergen, knapp 10 km nordwestlich des Bezirkhauptorts St. Veit an der Glan, überwiegend in der Katastralgemeinde Steinbichl.
Zur Streusiedlung gehören folgende Höfe: Hubner (früher Strumitzer; Haus Nr. 1; in Verfall) und Sabritzerhube (auch Writzer, Nr. 2). Der Zufahrtsweg zu diesen Höfen beginnt etwa 1 km ostnordöstlich der Kirche Dreifaltigkeit am Gray. Lercherhube (Nr. 3), zu der die Zufahrt etwa 3/4 km westlich der Dreifaltigkeitskirche abzweigt. an der L93 Steinbichler Landesstraße Purkhart am Predl (Nr. 12; liegt als einziges Haus der Ortschaft in der Katastralgemeinde Schaumboden) und daneben die Fuchsbauerhube (Nr. 13), südwestlich davon Nr. 13a. von dort führt ein sich verzweigender Fahrweg nach Nordwesten, zu Schlaucharthube (Nr. 4), Hatzhube (Nr. 5), Kanegger (Kanig, Nr. 6), Kristianhube (Nr. 7), Untere Hanehube (auch Vostl, Nr. 8), Hanehube (auch Oberer Hane, Nr. 9), Oswaldhube (auch Assl, Nr. 10), Maritschnig (Nr. 14), Pierihube (Nr. 15) und Ruhmannhube (Nr. 16). Die letzteren drei gehörten bis Ende des 20. Jahrhunderts zur Ortschaft Steinbichl.
Geschichte Beim Hanebauer war ein Stein mit römerzeitlicher Inschrift eingemauert.Carinthia I, Klagenfurt 1908, S. 86. In der Gegend stößt man auf Spuren von früher durchgeführtem Bergbau; das Gestein enthält Spateisenstein, Zinkblende und Antimonit.Carinthia II, Klagenfurt 1897, S. 128.
1422 wird am Predal urkundlich erwähnt. Laut Überlieferung soll es bei der Hanehube früher eine Kirche gegeben haben; ein kleiner Acker oberhalb des Hauses heißt Totenacker.Anton Wieser: Frauenstein: Kultur, Geschichte, Brauchtum. Kraig, 2011. S. 92.
Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Predl an die Gemeinde Schaumboden. Seit der Kärntner Gemeindestrukturreform von 1973 gehört der Ort zur Gemeinde Frauenstein. Seit Ende des 20. Jahrhunderts werden einige Höfe, die bis dahin zur Ortschaft Steinbichl gehört hatten, zur Ortschaft Predl gezählt.
Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 19 Häuser, 103 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 77. 1880: 19 Häuser, 109 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 60. 1890: 18 Häuser, 116 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 61. 1900: 19 Häuser, 99 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 82. 1910: 16 Häuser, 105 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 43. 1923: 15 Häuser, 77 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 18. 1934: 81 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 18. 1961: 14 Häuser, 84 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 257. 2001: 15 Gebäude (davon 10 mit Hauptwohnsitz) mit 15 Wohnungen; 44 Einwohner und 1 Nebenwohnsitzfall; 11 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 10 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 99. 2011: 14 Gebäude, 34 Einwohner, 11 Haushalte, 0 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 39. 2021: 13 Gebäude, 34 Einwohner, 12 Haushalte, 6 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 34.
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Frauenstein, Kärnten) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan