St. Johannes in Evenkamp im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Vitus (Löningen). Sie steht unter dem Patrozinium des Johannes des Täufers und gehört zum Dekanat Löningen im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine Saalkirche mit Turm und bietet 350 Gläubigen Platz.

Geschichte Weil der Weg zur nächstgelegenen Pfarrei in Löningen ca. 10 km betrug, wünschten sich die Bewohner der Region Evenkamp schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine eigene Kirche. Der Erste Weltkrieg und finanzielle Probleme verzögerten den Baubeginn mehrere Jahrzehnte lang.

Nach den Plänen des Architekten August Kösters (Löningen) entstand 1936/37 in Evenkamp die Kirche St. Johannes der Täufer, die auch den Namen „St. Johannes Baptist“ trug. Der schlichte Backsteinbau hatte zunächst keinen Glockenturm. Die Benediktion des Gotteshauses nahm der Offizial Franz Vorwerk aus Vechta am 4. Januar 1937 vor. Der 1949 angebaute Glockenturm komplettierte das Kirchengebäude.

Der Seelsorgebezirk Evenkamp bekam 1938 einen eigenen ortsansässigen Kaplan und wurde 1953 zur Kapellengemeinde erhoben. Nach der Abtrennung von St. Vitus (Löningen) am 1. Januar 1961 entstand die selbstständige Pfarrei St. Johannes der Täufer (Evenkamp) mit einem eigenen, am 1. Mai 1961 ernannten Pfarrer. Zu den Gebäuden der Gemeinde gehörten das Pfarrhaus von 1938, das Pfarrheim (mit Bücherei) von 1987/88 und der Kindergarten von 1994.

Durch Fusion wurde aus den Pfarreien Löningen, Bunnen, Evenkamp und der Kapellengemeinde Benstrup am 3. Oktober 2007 die neue Kirchengemeinde St. Vitus (Löningen) gebildet. Seit dieser Eingliederung heißt das Gotteshaus in Evenkamp offiziell nur noch „St. Johannes“. Am 1. Januar 2024 schlossen sich die katholischen Gemeinden in Bethen, Cappeln, Cloppenburg, Emstek, Molbergen, Essen, Löningen, Lastrup und Lindern zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Cloppenburg-Löningen“ mit Sitz in Cloppenburg.

Glocken Zur St.-Johannes-Kirche gehören die folgenden fünf Bronzeglocken:

Glocke 1: Schlagton: e1; Ø 120 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1969 Glocke 2: Schlagton: g1; Ø 94 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1880 Glocke 3: Schlagton: a1; Ø 89 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1969 Glocke 4: Schlagton: h1; Ø 81 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1969 Glocke 5: Angelusglocke; Ø 63 cm; Gießerei: Johann Andreas Bieber (Hamburg); Gussjahr: 1729

Orgel Für die St.-Johannes-Kirche baute Matthias Kreienbrink (Osnabrück) 1959 eine Orgel (II+P/12), die 1999 von Martin Cladders (Badbergen) renoviert wurde.

Die elektro-pneumatische Kegellage-Orgel von 1959 hat 12 Register. Zur Ausstattung gehören zwei Manuale (C–g3) und ein Pedal (C–f1) sowie einige Spielhilfen.

Literatur Willi Baumann, Peter Sieve (Hrsg.): Die katholische Kirche im Oldenburger Land: Ein Handbuch. Plaggenborg Verlag, Vechta 1995, ISBN 3-929358-99-9. Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-064-68. Wolfgang Runge: Kirchen im Oldenburger Land, Band III. Kirchenkreise Oldenburg 1 und 2. Heinz Holzberg Verlag, Oldenburg 1988, ISBN 3-87358-29-88.

Weblinks Website von St. Johannes (Evenkamp) Website der Katholischen Kirche im Oldenburger Land

Einzelnachweise

Kategorie:Erbaut 1937 Evenkamp Johannes Evenkamp Evenkamp Evenkamp Evenkamp Evenkamp Evenkamp Kategorie:Löningen