Joan Riley (* 1958 in St Mary) ist eine jamaikanisch-britische Schriftstellerin, die seit den 1980er-Jahren mit Romanen zur schwarzen Literatur im Vereinigten Königreich hervorgetreten ist. Ihr Debütroman The Unbelonging (1985) gilt als der erste Roman einer afrokaribischen Autorin, welche die Erfahrungen Schwarzer in England in den Fokus rückt.

Leben Riley wurde 1958 in St Mary (Jamaika) geboren und kam nach dem Abschluss der Sekundarschule zum Studium an der University of Sussex ins Vereinigte Königreich, wo sie ein Bachelor- und Masterstudium der Soziologie abschloss. Sie war Teil der von Donald MacLellan fotografierten Porträtserie Black Power. Die Ausstellung wurde am 31. Januar 1998 in der National Portrait Gallery angekündigt und zeigte 24 Porträts, darunter Riley.

Wirken Mit The Unbelonging (1985) debütierte sie bei The Women’s Press. Der Roman gilt als erster einer afrokaribischen Autorin, welche die Erfahrungen Schwarzer in England in den Fokus rückt. Es folgten Waiting in the Twilight (1987) und Romance (1988). Ihr vierter Roman A Kindness to the Children erschien 1992 bei The Women’s Press. Rileys Prosa nimmt den Blickwinkel von Mädchen und Frauen ein und thematisiert Migrationserfahrungen sowie schwarze britische Identitäten. Für ihr Werk erhielt sie im Jahr 1992 den Voice Award for Literary Excellence und 1993 für A Kindness to the Children den MIND Book of the Year Prize. Gemeinsam mit Briar Wood gab sie die Anthologie Leave to Stay: Stories of Exile and Belonging (1996) heraus.

Einzelnachweise

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