mini|hochkant|Der nördliche der drei Bildstöcke mini|hochkant|Der mittlere Bildstock mini|hochkant|Der südliche Bildstock
Die drei Bildstöcke auf der Flur Reitscher Wiesen sind als Baudenkmäler in die Bayerische Denkmalliste eingetragene Flurdenkmäler bei Grössau, einem Gemeindeteil des Marktes Pressig im oberfränkischen Landkreis Kronach.
Beschreibung Die aus Sandstein angefertigten Bildstöcke stehen südlich des Dorfes Grössau in einem Abstand von je etwa 100 Meter zueinander an einem Fuhrweg nach Reitsch.
Nördlicher Bildstock
Der im 18. Jahrhundert entstandene nördliche Bildstock () steht rund 500 Meter südlich des Ortes an der rechten Seite des Fuhrweges.
Das Flurdenkmal war im Laufe der Zeit eingestürzt, wobei der originale Pfeilerschaft abgegangen ist. Die verbliebenen Einzelteile wurden ab 1973 in der Werkstatt des Kronacher Bildhauers Heinrich Schreiber restauriert und, um den fehlenden Schaft ergänzt, im August 1976 neu aufgestellt.
Der Sockel des Bildstocks ist konkav-konvex geformt und trägt eine stark verwitterte Inschrift, von der lediglich das Fragment „Johann …“ erkennbar ist. Der neu angefertigte Schaft ist unterteilt und stilistisch an zeitgenössische Vorbilder angelehnt. Er weist in den unteren Feldern jedoch bewusst Verzierungen und Symbolik auf, die ihn von historischen Steinen unterscheiden. Der Aufsatz wird von eingezogenen Rundbogen geschlossen und trägt als Bekrönung eine Steinkugel. Die Reliefs an den vier Seiten zeigen die Krönung Mariens, die heilige Katharina, die heilige Barbara und die Glosberger Muttergottes. Eine Marienstatue in dem nördlich der Kreisstadt Kronach gelegenen Wallfahrtsort Glosberg soll 1727 mehrmals blutige Tränen geweint haben, weshalb dieses Motiv auf zahlreichen Bildstöcken im Frankenwald zu finden ist.
Das Flurdenkmal erinnert an den Lenker eines mit Heu beladenen Fuhrwerks, das beim Befahren einer steilen Auffahrt umstürzte. Der neben dem Fuhrwerk laufende Mann wurde unter Wagen und Ladung begraben und konnte nur tot geborgen werden.
Mittlerer Bildstock
Der mittlere Bildstock () steht rund 600 Meter südlich von Grössau an der rechten Seite des Fuhrwegs. Er war im Laufe der Zeit eingestürzt, wobei der originale Pfeilerschaft zerstört wurde. Die verbliebenen Bestandteile wurden ab 1973 in der Werkstatt Heinrich Schreibers restauriert und, um den fehlenden Schaft ergänzt, im August 1976 neu aufgestellt. Der Sockel des Flurdenkmals ist konkav-konvex profiliert und trägt eine Inschrift, von der nur noch die Jahreszahl „1747“ lesbar ist. Der unterteilte Pfeilerschaft ist stilistisch an zeitgenössische Vorbilder angelehnt, zeigt in den unteren Feldern jedoch bewusst Verzierungen und Symbolik, die ihn von historischen Steinen unterscheiden. Der Aufsatz ist leicht geschweift; seine Reliefs zeigen die Krönung Mariens, ein Vesperbild und den Heiligen Johannes Nepomuk, die vierte Seite ist leer.
Südlicher Bildstock
Der südlichste der Bildstöcke () steht rund 700 Meter südlich von Grössau an einer Weggabelung. Der konkav-konvexe Sockel trägt an der Südseite die nur fragmentarisch erhaltene Inschrift „Nicklaus … 1726“, der unterteilte Pfeilerschaft ist mit Dekor geschmückt. Eingezogene Rundbogen schließen den Aufsatz, der als Bekrönung eine Steinkugel trägt. Das Relief an seiner Südseite zeigt die Trinität, gegen Westen ist die Muttergottes mit dem Jesuskind dargestellt und gegen Osten der heilige Nikolaus. Die Nordseiten von Schaft und Aufsatz sind leer.
Literatur
Weblinks
, Aktennummern D-4-76-164-43, D-4-76-164-44 und D-4-76-164-45
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Pressig Grossau Kategorie:Erbaut 1726 Kategorie:Erbaut 1747 Kategorie:Erbaut im 18. Jahrhundert