Feste & Freunde – Ein Hoch auf uns! ist eine deutsche Tragikomödie des Regisseurs David Dietl aus dem Jahr 2025. Die Produktion basiert auf einem Drehbuch von Elena Senft und ist eine deutschsprachige Adaption des dänischen Spielfilms Lang historie kort (2015). Sie erzählt in episodischer Form von den Veränderungen, Konflikten und Beziehungen innerhalb eines Freundeskreises, der sich beginnend mit dem Silvesterabend 2019 über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg immer wieder zu verschiedenen Anlässen zusammenfindet.

Handlung Silvesterabend 2019. Natalie und ihre Lebensgefährtin Maya haben ihre Clique eingeladen, um im engsten Kreis gemeinsam ins neue Jahr zu feiern. Was zunächst wie ein ausgelassener Abend unter Freunden wirkt, offenbart schnell erste Spannungen: Single Ellen hat eine Affäre mit Sebastian, der jedoch mit Eva, einer anderen Freundin aus der Gruppe, verheiratet ist. Maya wünscht sich ein Kind, wozu Freigeist Natalie sich noch nicht bereitfühlt. Mareike hadert wiederum mit ihrer Ehe mit Adam. Ihr Bruder Rolf sucht unterdessen noch eine Partnerin.

In den folgenden drei Jahren trifft sich die Gruppe regelmäßig zu weiteren Anlässen wie Geburtstagen, Hochzeiten, Taufen und Sommerurlauben. Beziehungen entstehen oder scheitern, Kinder werden geboren, Lebenspläne verändern sich, Wege trennen sich. Ein schwerer Schicksalsschlag führt Teile der Gruppe schließlich wieder zusammen und führt ihnen einmal mehr vor Augen, wie vergänglich das Leben ist.

Hintergrund Feste & Freunde – Ein Hoch auf uns! wurde vom 12. September bis 27. Oktober 2023 in Köln und Umgebung gedreht. Weitere Szenen entstanden an der niederländischen Küste. Produziert wurde der Film von der Wiedemann & Berg Filmproduktion. Als Produzenten traten Quirin Berg, Max Wiedemann und Laura Mihajlovic in Erscheinung. Gefördert wurde das Projekt durch den Deutschen Filmförderfonds (DFFF), die Film- und Medienstiftung NRW und die Filmförderungsanstalt (FFA).

Rezeption Jörg Brandes von Filmstarts urteilte, dass Feste & Freunde – Ein Hoch auf uns! mit „einem gut aufgelegten Cast zu einer schwungvollen, nur gelegentlich etwas holprigen Gefühlsachterbahnfahrt“ einlade. Der Spielfilm sei zwar „nicht ganz klischeefrei“ und wirke an manchen Stellen „überzogen“ oder „platt“, ginge konzeptuell jedoch auf. Die meisten Situationen seien „gut getroffen“ und authentisch. Abendzeitung-Redakteuerin Margret Köhler schrieb, dass „auch wenn die Handlung manchmal etwas abrupt von einem zum anderen springt und man sich an die elliptische Erzählweise gewöhnen muss, [...] man gerne diesem dynamischen Grüppchen beim Karussell der Gefühle“ folge.

Filmkritikerin Antje Wessels hob hervor, dass Feste & Freunde – Ein Hoch auf uns! weder „mit den ewig gleichen Kinogesichtern“ auftrumpfe, noch auf „plumpen Witz und Schadenfreude“ setze, sondern „als emotional vielfältiges (Charakter-)Porträt einer Gruppe von Freundinnen und Freunden“ inszeniert sei. Sie lobte sowohl als „starke“ Ensemble als auch die authentische Umsetzung und bezeichnete das Ende des Films als einen der „herzzerreißendsten Filmmomente, die das deutsche Kino seit Langem hervorzubringen im Stande war“. Filmdienst befand, dass der „mal komödiantische, mal ernstere Ensemblefilm [...] mit guten Darstellern, Tempo und bisweilen auch hintergründigem Witz“ überzeuge, „die Grenzen seines Genres aber nicht erweitern“ könne.

Chris Schinke von Blickpunkt:Film urteilte, dass die „pointenreiche wie einfühlsame Dramödie“ von der „intensiven Atmosphäre, die David Dietl im Tandem mit Drehbuchautorin Elena Senft versteht zu etablieren“ lebe. Die Redaktion der Zeitschrift Cinema bezeichnete Feste & Freunde als „turbulente Tragikomödie“, die mit „ihrem vielfältigen, durchweg starken Ensemble [...] oft subtil, manchmal auch zu plump mit den Krisen der letzten Jahre“ abrechne. „Mitreißend und berührend“ seien vor allem die Nebenhandlungen, Ellen hingegen als „Figur so unsympathisch, dass sich die Zuschauer kaum für ihr verkorkstes Liebesleben“ interessierten.

Martin Schwickert, Redakteur bei der Aachener Zeitung, nannte Feste & Freunde einen „gut durchkomponierten, aber selten aufgesetzt wirkenden Ensemblefilm“, dessen „Inszenierung den Schauspielenden auf liebevolle Weise Entfaltungsspielräume“ eröffne, am Schluss „allerdings mit Gruppenkuscheln, anschwellender Musik und einer Off-Stimme aus dem Jenseits dann doch ein bisschen zu fest auf die Schmalztube“ drücke und „seine Botschaft allzu deutlich“ ausbuchstabiere. Auch Anke Sterneborg von der Zeitschrift epd Film, die Lob für die Dialoge und das Ensemble fand, kritisierte, dass die großen Qualitäten des Film völlig „überflüssig von einer seichten Musiksoße umspült“ würden.

Erfolg Die Produktion feierte am 17. Dezember 2024 in der Lichtburg Essen Premiere. Die Freigabe zur öffentlichen Vorführung erfolge am 2. Januar 2025. Nach Ende des ersten Vorführwochenendes konnte die Tragikomödie 30.000 Kinobesucher verzeichnen. Das Einspielergebnis betrug 300.000 Euro. Bis Jahresende konnte Feste & Freunde – Ein Hoch auf uns! rund 107.000 Zuschauer in die Kinos locken.

Auszeichnungen Feste & Freunde – Ein Hoch auf uns! erhielt von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) das Prädikat Besonders wertvoll.

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2024 Kategorie:Deutscher Film