mini|270px|Blick auf die Fraktion Luzzogno mini|270px|Campello Monti mini|270px|Wallfahrtskirche Madonna della Colletta in Luzzogno Valstrona ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB), Region Piemont.

Lage und Einwohner Valstrona liegt 27 km von der Provinzhauptstadt Verbania entfernt auf einer Höhe von 475 m ü. M. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 48,94 km² und hat Einwohner (Stand ). Zu Valstrona gehören die Fraktionen Strona, Luzzogno, Fornero, Piana di Fornero, Inuggio, Sambughetto, Rosarolo, Otra, Preia, Forno, Piana di Forno und Campello Monti.

Die Nachbargemeinden sind Anzola d’Ossola, Calasca-Castiglione, Cravagliana, Loreglia, Massiola, Ornavasso, Pieve Vergonte, Quarna Sopra, Quarna Sotto, Rimella, Sabbia und Varallo Sesia.

Die hochgelegenen Talorte Forno oder Campello Monti sind alternative Ausgangspunkte für den offiziell im Anzasca-Tal beginnenden 55-tägigen Fernwanderweg Grande Traversata delle Alpi (GTA).GTA – Grande Traversata delle Alpi – Weitwandern Westalpen Piemont

Bevölkerungsentwicklung

Geschichte Die Gemeinde Valstrona wurde 1927 eingerichtet und vereinigte anfänglich alle Orte im Tal des Flusses Strona (Fornero, Forno, Germagno, Loreglia, Luzzogno, Massiola und Sambughetto). Eine Ausnahme bildete der Ort Campello Monti, welcher erst 1929 hinzukam; zuvor gehörte er aus historischen Gründen zu Rimella, mit dem es geographisch lediglich über einen Pass verbunden ist. 1955 wurde diese Großgemeinde wieder aufgelöst; seither gehören nur noch die Ortschaften Strona und Campello Monti zur Gemeinde Valstrona.

Im Mittelalter war das gesamte Valstrona mit Ausnahme von Campello Monti Bestandteil des Lehens Omegna, über das die Familie Borromeo vom 14. bis zum 18. Jahrhundert die Herrschaft ausübte.Geschichte. In: comune.valstrona.vb.it (abgerufen am 30. September 2025). Die zuhinderst im Tal gelegene ursprüngliche Walsersiedlung Campello Monti ist eine im Hochmittelalter vom ebenfalls walserischen Rimella aus gegründete Tochtersiedlung. Die deutsche Mundart ist heute aber nur noch in einigen Flurnamen fassbar.Paul Zinsli: Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Piemont. Erbe, Dasein, Wesen. 7., ergänzte Auflage Chur 2002, S. 502; ders.: Südwalser Namenbuch. Die deutschen Orts- und Flurnamen der ennetbirgischen Walsersiedlungen in Bosco-Gurin und im Piemont. Stämpfli, Bern 1984, S. 363–365. Die Comunità di Cultura Walser Campello Monti – Verbania – Italia und die Walsergemeinschaft Kampel (Gruppo Walser di Campello Monti) widmen sich der Pflege dieser Erinnerung und stehen im Austausch mit anderen Walservereinigungen in Italien, der Schweiz, in Liechtenstein und in Österreich.Verbände und Körperschaften. In: comune.valstrona.vb.it (abgerufen am 30. September 2025). Campello Monti ist heute eine Sommersiedlung; noch bis in die 1960er-Jahre war es ganzjährig bewohnt.Stefan Eggel: Lebendige Walsertradition. Walsergemeinschaften aus dem Valsesia feiern in Campello Monti. In: Wir Walser. Halbjahreszeitschrift für Walsertum. 62/2 (2025), S. 56.

Sehenswürdigkeiten Kirche San Giovanni Battista im Ortsteil Campello Monti Wallfahrtskirche Madonna della Colletta in Luzzogno Kirche San Giovanni Battista im Ortsteil Campello Monti Museo di Arte Sacra di Forno e Campello – ein Museum sakraler Kunst

Literatur Verschiedene Autoren: Comuni della Provincia del Verbano-Cusio-Ossola. Consiglio Regionale del Piemonte, Chieri 2012, ISBN 978-88-96074-50-3. Verschiedene Autoren: Il Piemonte paese per paese. Bonechi Editore, Firenze 1996, ISBN 88-8029-156-4.

Weblinks

Offizielle Homepage der Gemeinde (italienisch) Valstrona auf tuttitalia.it (italienisch) Valstrona auf comuni-italiani.it (italienisch) Valstrona auf piemonte.indettaglio.it (italienisch) Comitato unitario delle isole linguistiche storiche germaniche in Italia – Campello Monti / Kampel (deutsche Version)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Piemont