Katharina Ulrike Mersch (* 1980) ist eine deutsche Historikerin. Sie befasst sich mit der Geschichte des Spätmittelalters und lehrt als Professorin an der Universität Paderborn.
Leben und Wirken Von 1999 bis 2004 studierte Katharina Mersch Geschichte und Musikwissenschaft, später Religionswissenschaft und Kunstgeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. Von 2005 bis 2008 war sie Mitglied der International Max Planck Research School „Werte und Wertewandel in Mittelalter und Früher Neuzeit“ am Max-Planck-Institut für Geschichte und von 2008 bis 2009 Stipendiatin der Göttinger Graduiertenschule für Geisteswissenschaften. Während der Arbeit an ihrer Promotion hielt sie sich an Universitäten in Paris und Budapest auf. Im Jahr 2010 wurde sie an der Universität Göttingen mit der von Hedwig Röckelein betreuten Dissertation „Soziale Dimensionen visueller Kommunikation in hoch- und spätmittelalterlichen Frauenkommunitäten: Stifte, Chorfrauenstifte und Klöster im Vergleich“ promoviert.Mersch, Dimensionen, S. 9. Die Arbeit erschien 2012 im Druck.Rezensionen online: Julia Bruch, Rezension, auf https://www.sehepunkte.de/2012/12/21775.html. Christine Kleinjung, Rezension, in: Zeitschrift für historische Forschung 43 (2016), S. 83–85, hier S. 85. (online) Am 26. September 2012 verlieh der Arbeitskreis Historischer Frauenforschung Katharina Mersch im Rahmen des 49. Deutschen Historikertags in Mainz den Preis für die beste Dissertation im Bereich Frauen- und Geschlechtergeschichte.
Von Oktober 2010 bis April 2013 war Mersch Mitglied des Max-Weber-Kollegs für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt, anschließend war sie bis 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team von Frank Rexroth am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Georg-August-Universität Göttingen. In Göttingen reichte sie 2017 ihre Habilitationsschrift „Missachtung, Anerkennung und Kreativität: Exkommunizierte Laien im 13. Jahrhundert“ ein. Das Habilitationsverfahren wurde 2019 abgeschlossen.Mersch, Missachtung, S. 9. Im Folgejahr erschien die Studie im Druck.
Im April 2018 übernahm Katharina Mersch die Vertretung der Professur für Mittelalterliche Geschichte I (Bernhard Jussen) an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Direkt im Anschluss vertrat sie die Professur für Mittelalterliche Geschichte II (Dorothea Weltecke) am selben Ort. 2020–2021 folgte ein Fellowship in der Kollegforschergruppe „Religion and Urbanity – Reciprocal Formations“ am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt.
Im April 2021 wechselte sie an die Ruhr-Universität Bochum, wo sie eine Stelle als Akademische Oberrätin auf Zeit innehatte. In dieser Phase vertrat Mersch von April bis Ende September 2022 die Professur von Frank Rexroth in Göttingen.Homepage, Ruhr-Universität Bochum: Katharina Ulrike Mersch. Abgerufen am 21. Oktober 2025. Im März 2024 wurde Katharina Mersch als Professorin für die Geschichte des Spätmittelalters (befristet) an die Ruhr-Universität Bochum berufen. Zum 1. April 2026 folgte Katharina Mersch dem Ruf auf die Professur für die Geschichte des Mittelalters an der Universität Paderborn.
Schriften (Auswahl) Soziale Dimensionen visueller Kommunikation in hoch- und spätmittelalterlichen Frauenkommunitäten – Stifte, Chorfrauenstifte und Klöster im Vergleich, Göttingen 2012 (Nova Mediaevalia 10). Missachtung, Anerkennung und Kreativität: Exkommunizierte Laien im 13. Jahrhundert, Ostfildern 2020 (Mittelalter-Forschungen 65). (Online) mit Jan-Hendryk de Boer, Marcel Bubert (Hrsg.): Die Mediävistik und ihr Mittelalter, Berlin/Boston 2024 (Europa im Mittelalter. Abhandlungen und Beiträge zur historischen Komparatistik 45). (Online)
Einzelnachweise
Kategorie:Mittelalterhistoriker Kategorie:Hochschullehrer (Ruhr-Universität Bochum) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Frau