Der Wettbewerb um die Coupe de France féminine in der Saison 2025/26 war die 25. Ausspielung des französischen Fußballpokals für Frauenmannschaften. Die Teilnahme ist nur für die Frauschaften der ersten bis dritten Liga verpflichtend. Auch Vereine aus Frankreichs überseeischen Gebieten können für diesen Wettbewerb melden; Dynamo Le Moule aus Guadeloupe und FC Saint-Paul aus Réunion schieden allerdings in der 1. Bundesrunde aus. Dagegen erreichten noch 16 Viert- und fünf Fünftligisten den Hauptwettbewerb.

Mit 1.023 Meldungen wurde zum ersten Mal in der Wettbewerbsgeschichte eine vierstellige Teilnehmerzahl erreicht.Les 1er et 2e tours fédéraux dévoilés vom 5. November 2025 bei fff.fr

Titelverteidigerinnen waren die Frauen des Paris FC, die diesmal in der Vorschlussrunde gegen ihre Lokalrivalinnen von Paris Saint-Germain – eine Neuauflage des Vorjahresendspiels – ausschieden. Anschließend standen sich PSG und Lyon bereits zum siebten Mal im französischen Pokalendspiel gegenüber, worin die in OL Lyonnes umbenannten Frauen von der Rhône ihren elften Titel gewannen.

Regularien Der Wettbewerb wird nach dem klassischen Pokalmodus ausgetragen; das heißt insbesondere, dass die jeweiligen Spielpaarungen ohne Setzlisten oder eine leistungsmäßige beziehungsweise ab dem Achtelfinale ohne regionale Vorsortierung der Vereine aus sämtlichen noch im Wettbewerb befindlichen Klubs ausgelost werden und lediglich ein Spiel ausgetragen wird, an dessen Ende ein Sieger feststehen muss (und sei es durch ein Elfmeterschießen – eine Verlängerung bei unentschiedenem Stand nach 90 Minuten ist nicht vorgesehen), der sich dann für die nächste Runde qualifiziert, während der Verlierer ausscheidet. Auch das Heimrecht wird für jede Begegnung durch das Los ermittelt – mit Ausnahme des Finales, das auf neutralem Platz an jährlich wechselnden Orten stattfindet –, jedoch mit der Einschränkung, dass Klubs, die gegen eine mindestens zwei Ligastufen höher spielende Elf anzutreten haben, automatisch Heimrecht bekommen.

Nach Abschluss der von den regionalen Untergliederungen des Landesverbands FFF organisierten Qualifikationsrunden greifen die zwölf Zweitligisten sowie der Sieger aus der Karibik in der sogenannten ersten Bundesrunde (Premier tour fédéral), die zwölf Erstligisten im Sechzehntelfinale in den Wettbewerb ein. Die Vereine der D3 mit Ausnahme am Pokal nicht teilnahmeberechtigter zweiter Teams eines Klubs – das betrifft 2025/26 die OL Lyonnes und den Montpellier HSC – müssen bereits in der vorletzten regionalen Runde antreten.Wettbewerbsreglement, Artikel 3, 1. auf der Site der FFF

Zweiunddreißigstelfinale Spiele am 13./14. Dezember 2025.Die Vereine der drei höchsten Ligen sind mit D1, D2 bzw. D3 gekennzeichnet. i. E. = im Elfmeterschießen

FF Villeneuve d’Ascq – AAS Sarcelles (D3) 0:1 FC Riorges – AJ Auxerre (D2) 0:13 ES Troyes AC – CSO Amnéville 0:0, 8:7 i. E. FC Bergerac – FC Pau 2:1 RC La Flèche – Toulouse FC (D2) 0:6 ASPTT Montpellier – Grenoble Foot (D2) 1:2 Clermont Foot (D3) – OGC Nizza (D2) 0:2 FC Lorient (D3) – Stade Brest 2:1 Red Star FC – Stade Rennes 2:4 C’Chartres Football – SM Caen (D3) 1:3 AS Châtenoy-le-Royal (D3) – FF Nîmes MG 4:2 RC Roubaix Wervicq (D3) – US Quevilly Rouen (D3) 3:2 SMC Marnaval Saint-Dizier – Le Mans FC (D2) 0:12 RC Pays de Fontainebleau – Lille OSC (D2) 0:5 Is-Selongey Football – ES Molsheim-Ernolsheim (D3) 1:2 US Annecy-le-Vieux – FC Thonon Évian GG (D2) 0:11 Grenoble UC – Saint-Didier Espérance Pernoise 0:2 ESOF La Roche (D3) – Girondins Bordeaux (D3) 2:1 ASPTT Albi Marssac (D3) – GF Havre-et-Loire 5:0 FCF Rouen Plateau Est – US Saint-Malo (D2) 0:9

Von den 21 viert- oder fünftklassigen Teilnehmern des Zweiunddreißigstelfinales haben lediglich vier Viertligisten (ES Troyes AC, Stade Rennes, FC Bergerac und Saint-Didier Espérance Pernoise) die nächste Runde erreicht.

Sechzehntelfinale Spiele am 10./11. Januar 2026.

Racing Lens (D1) – Paris FC (D1) 0:2 AS Saint-Étienne (D1) – OL Lyonnes (D1) 0:6 FCO Dijon (D1) – Toulouse FC (D2) 4:1 Paris Saint-Germain (D1) – Lille OSC (D2) 2:0 Le Havre AC (D1) – AJ Auxerre (D2) 4:1 Stade Rennes – FC Fleury (D1) 0:5 FC Bergerac – FC Nantes (D1) 0:9 FC Lorient (D3) – Le Mans FC (D2) 1:7 FC Thonon Évian GG (D2) – Les Marseillaises (D1) 0:1 AAS Sarcelles (D3) – Montpellier HSC (D1) 1:2 Saint-Didier Espérance Pernoise – Racing Strasbourg (D1) 0:2 ASPTT Albi Marssac (D3) – Grenoble Foot (D2) 1:2 RC Roubaix Wervicq (D3) – US Saint-Malo (D2) 1:1, 3:4 i. E. ES Molsheim-Ernolsheim (D3) – OGC Nizza (D2) 1:4 SM Caen (D3) – ESOF La Roche (D3) 2:2, 3:2 i. E. ES Troyes AC – AS Châtenoy-le-Royal (D3) 1:3

Nach dieser Runde sind zwei Drittligisten (SM Caen und AS Châtenoy-le-Royal) die klassentiefsten Frauschaften, die im Wettbewerb verbleiben.

Achtelfinale Spiele am 24./25. Januar 2026

FCO Dijon (D1) – FC Fleury (D1) 1:0 US Saint-Malo (D2) – Paris FC (D1) 0:1 FC Nantes (D1) – Le Mans FC (D2) 5:0 OGC Nizza (D2) – Le Havre AC (D1) 1:2 Paris Saint-Germain (D1) – Montpellier HSC (D1) 5:0 Les Marseillaises (D1) – OL Lyonnes (D1) 1:5 Grenoble Foot (D2) – Racing Strasbourg (D1) 0:1 AS Châtenoy-le-Royal (D3) – SM Caen (D3) 1:2

Drittligist SM Caen hat sich neben sieben Teams aus der D1 für die Runde der letzten acht qualifiziert.

Viertelfinale Spiele am 15. und 18. März 2026

OL Lyonnes (D1) – Le Havre AC (D1) 7:0 SM Caen (D3) – Paris FC (D1) 0:2 FCO Dijon (D1) – Paris Saint-Germain (D1) 1:2 FC Nantes (D1) – Racing Strasbourg (D1) 0:1

Halbfinale Spiele am 4./5. April 2026

Paris Saint-Germain (D1) – Paris FC (D1) 2:1 Racing Strasbourg (D1) – OL Lyonnes (D1) 0:6

Finale Spiel am 10. Mai 2026 im Stade du Hainaut von Valenciennes vor 12.858 Zuschauern

OL Lyonnes – Paris Saint-Germain 4:1 (3:0)

Aufstellungen

Lyon: Christiane Endler – Ashley Lawrence, Ingrid Syrstad Engen (Alice Sombath, 85.), Wendie Renard 12px|Mannschaftskapitän, Selma Bacha – Melchie Dumornay (Sofie Svava, 86.), Lily Yohannes (Damaris Egurrola, 65.), Lindsey Heaps – Jule Brand, Marie-Antoinette Katoto (Korbin Shrader, 65.), Vicki Becho (Tarciane, 80.)Trainer: Jonatan Giráldez

Paris: Mary Earps – Élisa De Almeida, Thiniba Samoura (Isabela Chagas, 64.), Griedge Mbock Bathy, Olga Carmona – Rasheedat Ajibade, Tara Elimbi Gilbert (Merveille Kanjinga, 46.), Sakina Karchaoui 12px|Mannschaftskapitän, Anaïs Ebayilin (Vitória Yaya, 81.), Jennifer Echegini – Romée Leuchter (Marie-Estella Lafontaine, 62.)Trainer: Paulo César

Schiedsrichterin: Elisa Daupeux

Tore 1:0 (23.) Dumornay 2:0 (34.) Becho 3:0 (40.) Becho 3:1 (62.) Kanjinga 4:1 (75.) Heaps

Besonderes Dieses Endspiel war das bestbesuchte in der bisherigen Geschichte des Wettbewerbs. Es löste damit das Finale der Saison 2017/18 ab, das im Stade de la Meinau von Strasbourg 12.480 Zuschauer angezogen hatte.

Siehe auch Première Ligue 2025/26 Coupe de France 2025/26

Anmerkungen und Nachweise

Kategorie:Coupe de France féminine Kategorie:Fußballsaison 2025/26