Das Gebiet Halbtrockenrasen und Gehölz Kuppinger Grund ist ein flächenhaftes Naturdenkmal auf dem Gebiet der Stadt Herrenberg im Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg.
Kenndaten Das Naturdenkmal wurde mit Verordnung vom 30. Mai 1994 unter dem Namen Halbtrockenrasen und Gehölz Kuppinger Grund ausgewiesen.
Lage und Beschreibung Das Naturdenkmal liegt östlich von Herrenberg. Bei dem Rasen handelt es sich um Halbtrockenrasen und bei dem Gehölz handelt es sich um strukturreiches Eichen-Altholz.
Das Naturdenkmal überlagert sich mit dem Landschaftsschutzgebiet Gebiet um Kuppinger und Jettinger Weg. Der Bach Holdergraben fließt durch das Schutzgebiet. Vollständig innerhalb des Naturdenkmals befinden sich die Biotope Muldenwald W Herrenberg mit der Biotopnummer 274191151251 und Sukzessionsgehölz W Herrenberg mit der Biotopnummer 274191151252 aus der Waldbiotopkartierung Baden-Württemberg.
Geologie Der Untergrund besteht aus einem mäßig trockenen Kalkschutthang.
Flora und Fauna Laut Biotopkartierung kommen die folgenden Arten im Gebiet vor: Berg-Ahorn, Giersch, Knoblauchsrauke, Wald-Zwenke, Wald-Segge, Gemeine Hainbuche, Hecken-Kälberkropf, Großes Hexenkraut, Roter Hartriegel, Zweigriffeliger Weißdorn, Eingriffeliger Weißdorn, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Rotbuche, Wald-Erdbeere, Gemeiner Hohlzahn, Echte Nelkenwurz, Gemeiner Efeu, Echte Walnuss, Gewöhnlicher Liguster, Wald-Flattergras, Espe, Vogelkirsche, Schlehdorn, Kultur-Birne, Traubeneiche, Stieleiche, Purgier-Kreuzdorn, Feld-Rose, Brombeeren, Schwarzer Holunder, Vogelbeere, Winterlinde, Große Brennnessel, Wolliger Schneeball, Ringeltaube, Zilpzalp, Mönchsgrasmücke, Schafgarben, Gemeiner Odermennig, Hänge-Birke, Aufrechte Trespe, Wiesen-Glockenblume, Blaugrüne Segge, Silberdistel, Wiesen-Flockenblume, Kratzdisteln, Gewöhnliche Waldrebe, Herbstzeitlose, Kornelkirsche, Kartäusernelke, Zypressen-Wolfsmilch, Gemeine Esche, Deutscher Fransenenzian, Wiesen-Storchschnabel, Gelbes Sonnenröschen, Stinkende Nieswurz, Echtes Johanniskraut, Pyramiden-Schillergras, Holzapfel, Wiesen-Wachtelweizen, Echte Schlüsselblume, Zottiger Klappertopf, Stachelbeere, Hundsrose, Wiesensalbei, Aufrechter Ziest, Edel-Gamander, Echter Baldrian, Wald-Wicke, Rebhuhn.
Im Biotop Sukzessionsgehölz W Herrenberg wurden bei einer Zählung im Jahr 2002, die von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg durchgeführt wurde, die Vogelart Rebhuhn gefunden. Diese Art ist von der LUBW als vom Aussterben bedroht eingestuft.
Siehe auch Liste der Naturdenkmale in Herrenberg
Weblinks
Datenauswertebogen und Karte im
Kategorie:Naturdenkmal im Landkreis Böblingen Kategorie:Schutzgebiet in Herrenberg Kategorie:Schutzgebietsgründung 1994