Rauschensteig ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Röslau im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Rauschensteig liegt in der Gemarkung Neudes.
Geographie Das Dorf liegt am Kuhlberg (), einer Erhebung des Fichtelgebirges. Es entspringt dort der Moosbach, der linke Oberlauf des Bibersbach. Die Staatsstraße 2180 führt nach Röslau (2,7 km westlich) bzw. nach Bernstein (2,9 km östlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Bibersbach (1,8 km südlich), nach Habnith (4,2 km nördlich) und nach Unterwoltersgrün (1,5 km nordöstlich). Ein Anliegerweg führt zum Rosenhof (0,1 km südwestlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1317 im Hennebergischen Lehensverzeichnis als „Ruzzenstig“ erstmals urkundlich erwähnt; die Brüder Hirschberg empfingen demnach den Ort als Reichslehen. In der Folge zinste Rauschensteig nach St. Katharina auf dem Berg. 1499 bestand der Ort aus sieben Untertansfamilien, die als arm galten. 1787 bestand Rauschensteig mit dem Rosenhof aus 9 Höfen, 2 Halbhöfe, 2 Viertelhöfe, 1 Schenkstatt und 1 Gemeindehirtenhaus.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 185. Das Dorf zählte bis 1848 zu den sogenannten sieben „Wunsiedler Stadtdörfern“.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 527f. Rauschensteig lag im Fraischbezirk des bayreuthischen Sechsamtes Wunsiedel.
Von 1797 bis 1810 unterstand Rauschensteig dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Neudes und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Neudes zugeordnet. Am. 1. Januar 1978 wurde Rauschensteig nach Röslau eingemeindet.
Bis 1971 existierte in Rauschensteig das älteste Wirtshaus im Fichtelgebirge (Gasthof goldener Stern). Die Schenke war bis dahin 650 Jahre alt.Frankenpost: Ausgabe: 2. Februar 1971; Seite 7
Napoleon Bonaparte übernachtete 1812 im Gasthaus goldener Stern, da er die Hälfte seines Heeres aufteilte. Eine Hälfte schickte er über Eger, die andere Hälfte über Hof nach Russland.Frankenpost: Ausgabe: 2. Februar 1971; Seite 7
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 98 122 102 78 96 59 88 53 49 39HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 13 13 11 14 12 12Quelle Dort als Rauhensteig aufgelistet.
Religion Rauschensteig ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Röslau) gepfarrt.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 435. Die Katholiken sind nach Zu den Zwölf Aposteln (Wunsiedel) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Röslau) Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Ersterwähnung 1317