Dürnberg ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Röslau im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Dürnberg hat eine Fläche von 2,810 km². Sie ist in 390 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurfläche von 7204,23 m² haben.
Geographie Westlich des Dorfes grenzt die bewaldete Anhöhe Peuntholz an, ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland umgeben, das Gelände ist leicht abschüssig. Ein Anliegerweg führt 200 Meter östlich zu einer Gemeindeverbindungsstraße, die nach Reicholdsgrün (2,4 km nördlich) bzw. nach Röslau zur Staatsstraße 2177 verläuft (2,2 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1356 als „das Meierhöfl unter dem Durnberg“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Anwesen war ursprünglich der Versorgerhof der Burg Epprechtstein. Nördlich des Dorfes lag ein Zinnbergwerk. Dieses erhielt 1489 der Weißenstädter Amtmann Hans von Hirschberg vom Kulmbacher Markgrafen. Der Zinnerzabbau wurde nochmals im Ersten Weltkrieg von der Firma Degussa aktiviert, brachte aber nicht der erwartete Ausbeute.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 117f. Dürnberg lag im Fraischbezirk des kulmbacher Sechsamt Wunsiedel. Dorf- und Grundherr war das Rittergut Oberröslau, das den Herren von Waldenfels gehörte.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 187.
Von 1797 bis 1810 unterstand Dürnberg dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Röslau zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Dürnberg, zu der Bödlas und Thusmühle gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kirchenlamitz und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Wunsiedel (1919 in Finanzamt Wunsiedel umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit war das Patrimonialgericht der Herren von Waldenfels zuständig. Ab 1862 gehörte Dürnberg zum Bezirksamt Wunsiedel (1939 in Landkreis Wunsiedel umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Kirchenlamitz (1879 in das Amtsgericht Kirchenlamitz umgewandelt). 1952 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 3,470 km². Im Jahr 1956 wurde Dürnberg nach Oberröslau eingemeindet, das am 1. Mai 1967 nach Röslau umbenannt wurde.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 188.
Bodendenkmäler In der Gemarkung Dürnberg gibt es ein Bodendenkmal.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Dürnberg Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952Einwohner 138 209 203 186 208 226 222 217 230 215 202 213 211 243 221 202 180 183 154 197 205 198HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1961 als Wohngebäude. 36 34 33 32 31 32 Quelle Für die Gemeinde Dürrnberg zuzüglich Bödlas mit Thusmühle (S. 11).
Ort Dürnberg Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 8 98 112 98 97 72 106 95 69 43Häuser 17 16 15 14 13 13Quelle
Religion Dürnberg ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Röslau) gepfarrt.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 651. Die Katholiken sind nach St. Wolfgang (Marktleuthen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Röslau) Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1956 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Ersterwähnung 1356