Ioanna Manganara (; geboren im 20. Jahrhundert in Athen) ist eine griechische Diplomatin und Frauenrechtlerin. Sie bekleidete von 2013 bis 2020 das Amt der Präsidentin der International Alliance of Women, einer nichtstaatlichen Organisation, die sich für einen progressiven, liberalen Feminismus einsetzt und eine ständige Vertretung bei den Vereinten Nationen unterhält.

Leben und Karriere Ioanna Manganara erwarb an der Universität Genf einen Bachelor in dem Fach Soziologie und setzte ihre Studien an der Universität Kent in England fort, wo sie ihr Masterdiplom bestand. Ihr Spezialgebiet wurden die Bereiche Migration sowie Soziologie der Frau. Im Laufe ihres Berufslebens arbeitete sie mit dem Zentrum für Sozialwissenschaften im Bereich Auswanderung zusammen und wurde Lehrbeauftragte für Soziologie an der Athener Pantion Universität. Außerdem vertrat sie Griechenland mehrfach im Sozialrat der Vereinten Nationen. Sie wurde 1988/1989 durch ein Fulbright-Stipendium für das sogenannte „Salzburg Seminar“ unterstützt.

Ioanna Manganara war Botschafterin und Beraterin des griechischen Außenministeriums und von 1980 bis 2008 Mitglied des Vorstands der Vereinigung für Frauenrechte. Ab 2008 war sie als langjährige Bewohnerin von Kolonaki Präsidentin des neu gegründeten Vereins Bürger von Kolonaki (), der sich um Belange des Athener Bezirks kümmert, unter anderem um Lärmschutz, Sauberkeit und Verkehrsprobleme.

2013 wurde Ioanna Manganara zur Präsidentin der International Alliance of Women (IAW) gewählt. Vorher hatte sie das Amt einer Vizepräsidentin der Abteilung Europa der IAW bekleidet. 2020 gab sie ihr Amt an die Kanadierin Cheryl Hales weiter.

2016 wurde ein Interview mit ihr in das griechische Archiv der Bibliothek für Gleichstellungs- und Geschlechterfragen () aufgenommen. Somit gehört sie zu den 21 prominenten Griechinnen, die sich unter anderem an der Frauenbewegung beteiligten und in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens Pionierarbeit leisteten.

Veröffentlichungen (Auswahl) (Einführung in die Methodik und Techniken der Sozialforschung). Gutenberg, 1998, ISBN 960-01-0635-5. (Arbeit, Gewerkschaften und Gleichstellung der Geschlechter). Odysseas Verlag, Athen 1998, ISBN 960-210-326-4. (Mitautorin) (Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz und Maßnahmen der Europäischen Union zu ihrer Bekämpfung). Odysseas Verlag, Athen 2011, ISBN 978-960-210-574-0. (Herausgeberin)

Einzelnachweise

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