Thadious M. Davis (* 1944) ist eine US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin. Sie ist Geraldine R. Segal Professor Emerita of American Social Thought und Professor Emerita of English an der University of Pennsylvania. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in afroamerikanischer Literatur und Südstaatenliteratur mit besonderem Schwerpunkt auf die Verflechtungen von race, Region und Geschlecht.

Leben und Wirken Davis stammt aus New Orleans. Sie erwarb den Bachelor an der Southern University in Baton Rouge, den Master an der Atlanta University und promovierte an der Boston University. Stationen ihrer Laufbahn waren die University of Massachusetts Boston, die University of North Carolina at Chapel Hill, Brown University und die Vanderbilt University, wo sie die Gertrude Conaway Vanderbilt Professur für Anglistik innehatte. Im Jahr 2005 wurde sie an der University of Pennsylvania zur Geraldine R. Segal Professor of American Social Thought berufen. Für ihre Arbeiten erhielt sie den Anna Julia Cooper Award for Feminist Scholarship (Spelman College) und für ihre Larsen-Biografie den College Language Association Award for Creative Scholarship. 2020 zeichnete die Society for the Study of Southern Literature sie mit dem Richard Beale Davis Award for Distinguished Lifetime Service to Southern Letters aus. Heute ist sie an der University of Pennsylvania emeritiert.

Bekanntheit erlangte Davis mit ihrer Biografie Nella Larsen, Novelist of the Harlem Renaissance: A Woman’s Life Unveiled, welche die Rekonstruktion von Leben und Werk der Schriftstellerin Nella Larsen maßgeblich vorantrieb. Zudem gab sie für Penguin eine Ausgabe von Larsens Quicksand heraus. Mit Games of Property: Law, Race, Gender, and Faulkner’s ‘Go Down, Moses’ legte sie eine einflussreiche Studie zu William Faulkners Werk vor, die eine lobende Erwähnung beim William Sanders Scarborough Prize der Modern Language Association erhielt. Ihr Buch Southscapes: Geographies of Race, Region, and Literature zeigte, wie schwarze Autorinnen und Autoren des amerikanischen Südens zur literarischen Betrachtung der Verhältnisse von Gesellschaft und Umwelt unter den Bedingungen der Segregation räumliche Imaginationen nutzen. Über ihr gesamtes Werk hinweg verbindet Davis literaturwissenschaftliche Analyse mit Geografie, Rechts- und Sozialgeschichte und prägte damit Debatten zu race, Region und Gender in der US-amerikanischen Literaturforschung.

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