Teresa – Ein Leben zwischen Licht und Schatten (Originaltitel Mother) ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2025 über Mutter Teresa mit Noomi Rapace in der Titelrolle. Regie führte Teona Strugar Mitevska, die gemeinsam mit Goce Smilevski und Elma Tataragić das Drehbuch schrieb.
Handlung Der Film spielt im August 1948 in Kalkutta und begleitet die 37-jährige Mutter Teresa sieben Tage lang durch ihren Alltag als Oberin eines Klosters der Loretoschwestern, wo sie unter anderem als Lehrerin an der Mädchenschule des Ordens tätig ist. Sie wartet auf einen Brief aus dem Vatikan, mit dem sie die Erlaubnis erhalten soll, das Kloster zu verlassen und einen eigenen Orden zu gründen, die Missionarinnen der Nächstenliebe, um sich den Ärmsten der Armen zu widmen. Gerade als alles für die Verwirklichung ihres lange vorbereiteten Entschlusses bereit zu sein scheint, wird die als neue Oberin ihres bisherigen Klosters vorgesehene Nachfolgerin schwanger. Teresa muss zwischen ihrem Glauben und den Plänen für ihre Ordensgründung abwägen, denn die können nur gelingen, wenn sie ihrer Mitschwester zu einer Abtreibung rät. Dadurch gerät die katholische Ordensschwester in ein kaum lösbares moralisches Dilemma.
Produktion und Hintergrund Produziert wurde der Film von der belgischen Entre Chien et Loup (Produzent Sébastien Delloye) und der nordmazedonischen Sisters and Brother Mitevski (Produzentin Labina Mitevska) in Koproduktion mit der schwedischen Rainy Days Productions, der dänischen Frau Film und der indischen Raging Film. Den Weltvertrieb übernahm Kinology. In Deutschland übernahm den Verleih Vuelta Germany / 24 Bilder Film.
Unterstützt wurde die Produktion von Le Centre du Cinéma et de l’Audiovisuel de la Fédération Wallonie-Bruxelles, Wallimage, Film i Väst, vom Dänischen Filminstitut, vom Schwedischen Filminstitut, von Creative Europe MEDIA und von Eurimages.
Die Kamera führte Virginie Saint-Martin, die Montage verantwortete Per K. Kirkegaard und das Casting Sebastian Moradiellos. Die Musik schrieben Magali Gruselle und Flemming Nordkrog. Den Ton gestalteten Grégory Lannoy, Ingrid Simon, Kristoffer Salting und Peter Albrechtsen, das Kostümbild Claudine Tychon, das Maskenbild Linda Boije af Gennäs und das Szenenbild Vuk Mitevski.
Für die mazedonischen Filmemacherin Teona Strugar Mitevska, die den Film gemeinsam mit ihrer Schwester und Produzentin Labina Mitevska umsetzte, war es der erste englischsprachige Spielfilm. Zusammen arbeiteten die Schwestern zuvor an der Mini-Serie Teresa and I über Mutter Theresa für das mazedonische Fernsehen, die die Grundlage für den Spielfilm bildete.
Die Dreharbeiten fanden bis Mitte November 2024 statt.
Veröffentlichung mini|Teona Strugar Mitevska und Marijke Pinoy am Film Fest Gent 2025 Premiere war am 27. August 2025 im Rahmen der 82. Internationalen Filmfestspiele von Venedig, wo die Produktion in den Wettbewerb der Sektion Orizzonti eingeladen wurde.
In Großbritannien lief der Film am 14. und 16. Oktober 2025 am BFI London Film Festival.
In Deutschland wurde der Film am 12. und 13. November 2025 am Internationalen Filmfestival Mannheim Heidelberg (IFFMH) gezeigt. Der deutsche Kinostart war am 4. Dezember 2025.
Rezeption
Am 3. Dezember 2025 waren 6 der 10 bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken positiv.
Michael Bendix vergab auf filmstarts.de 2,5 von 5 Sternen. Die filmische Dekonstruktion von Teona Strugar Mitevska berge zahlreiche interessante Ansätze, leide aber vor allem an einer unentschlossenen Umsetzung.
Corinna Götz bezeichnete den Film auf the-spot-mediafilm.com als spannendes und ambitioniertes Biopic. So wie sich die Figuren vom Pfad christlicher Tugenden entfernten, weiche der Film von den Fakten ab, breche die religiöse Symbolik mit popkulturellen Referenzen und verbreite in der zweiten Hälfte heftige „Mother Teresa Superstar“-Vibes. Der Film weigere sich, Partei zu ergreifen, und versuche, Teresas Verhalten vor dem Hintergrund von Zeit und Ort begreifbar zu machen.
Oliver Armknecht bewertete die Produktion auf film-rezensionen.de mit sieben von zehn Punkten. Diese vermeide die Kontroversen um die historische Person, zeige aber durchaus verschiedene Seiten der umstrittenen Geistlichen. Statt stiller Andacht gebe es eine Punk-Vision, die faszinierend sei, selbst wenn man dabei nicht wahnsinnig viel lerne.
Birgit Roschy (vier von fünf Sterne) schrieb auf epd-film.de, dass die zierliche Noomi Rapace in der Hauptrolle furchterregend in ihrer Energie und unterdrückten Wut sei, wenn sie mit wehendem Habit durch die Flure des Klosters fegt. Der Punkrock-Soundtrack, ein kreativer Stilbruch, verweise auf ihre innere Erschütterung. Schade nur, dass in der Inszenierung auf Horrorfilmelemente zurückgegriffen werde.
mucke-und-mehr.de (7 von 10 Punkte) bezeichnete den Film als außergewöhnliches Biopic. Dass Strugar Mitevska das oft mit einem äußerst unkonventionellen Soundtrack zwischen Techno und Hardrock und manchmal sogar horrorartig surrealen Einschüben aufbereite, wirke mitunter leicht verstörend, mache ihren immer mehr zum Psychogramm einer fanatisch Frommen am Rande des Wahnsinns mutierenden Film aber zu einem abwechslungsreichen Erlebnis.
Auszeichnungen und Nominierungen Für den Europäischen Filmpreis 2026 gelangte die Produktion in die Vorauswahl.
Weblinks
Mother auf labiennale.org Teresa – Ein Leben zwischen Licht und Schatten auf 24-bilder.de
Einzelnachweise
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