Najwa Bin Shatwan (; * 1970 in Adschdabiya) ist eine libysche Schriftstellerin und Humanwissenschaftlerin. Für ihren Roman Zarāyib al-ʿAbīd (Die Sklavenhöfe) erreichte sie 2017 die Shortlist des International Prize for Arabic Fiction. Im Jahr 2023 wurde sie mit dem italienischen Premio John Fante alla Carriera – Vini Contesa ausgezeichnet.
Leben und Wirken Bin Shatwan wurde 1970 in Adschdabiya geboren. Nach einem Master in Pädagogik lehrte sie an der Universität Bengasi (ehemals Garyounis). Sie promovierte später in Humanwissenschaften an der Sapienza-Universität Rom. Ihre Dissertation befasste sich mit dem Sklavenhandel in Libyen zur osmanischen Zeit und dessen gesellschaftlichen Folgen. Sie lebt und arbeitet in Italien. 2009 wurde sie vom Hay-Festival im Rahmen des Projekts Beirut39 zu einer der 39 bedeutendsten arabischen Autorinnen und Autoren unter 40 Jahren gewählt.
Zu ihren Romanen zählen Wabar al-aḥṣina (Das Pferdehaar, 2005), Maḍmūn burtuqālī (Oranger Inhalt, 2008) und Zarāyib al-ʿAbīd (‚Die Sklavenhöfe‘, 2016). Zarāyib al-ʿAbīd erschien 2016 bei Dār al-Sāqī und gelangte 2017 auf die Shortlist des International Prize for Arabic Fiction. Die englische Übersetzung erschien 2020 als The Slave Yards bei Syracuse University Press. 2021 folgte auf Englisch die Kurzgeschichtensammlung Catalogue of a Private Life (Übersetzung: Sawad Hussain) bei Dedalus Books. Mit Kūnšīrtū Qūrīnā Idwārdu (Concerto Qūrīnā Eduardo, 2022) legte sie eine Familiengeschichte vor, die 2023 die Longlist des International Prize for Arabic Fiction erreichte. Für ihr Gesamtwerk erhielt Bin Shatwan 2023 den Premio John Fante alla Carriera – Vini Contesa. Im Juli 2025 kündigte sie die Veröffentlichung des ersten Teils ihrer Autobiografie bei Dār al-Tanwīr (Beirut) an.
Einzelnachweise
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