Hunnenbrunn, bis Ende des 19. Jahrhunderts Hungerbrunn, ist eine Ortschaft in der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Lage Hunnenbrunn liegt am Südrand der Katastralgemeinde Kraig, nordöstlich an die Stadt St. Veit an der Glan angrenzend, oberhalb der Wimitz.
Geschichte Der Ort bestand lange Zeit nur aus dem im 16. Jahrhundert errichteten Schloss Hunnenbrunn (ursprünglich Hungerbrunn) samt Nebengebäuden.
Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam der Ort an die Gemeinde Pfannhof, bei deren Auflösung 1899 an die Gemeinde Kraig. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Ortsname von Hungerbrunn auf Hunnenbrunn geändert, nachdem dieser Name für das Schloss schon ab den 1840er-Jahren verwendet worden war.
Seit der Kärntner Gemeindestrukturreform von 1973 gehört Hunnenbrunn zur Gemeinde Frauenstein. In den 1960er-Jahren wurde gut ½ km nordöstlich des Schlosses die Fundersiedlung errichtet, um die herum rasch weitere Einfamilienhäuser gebaut wurden, so dass der Ort mittlerweile, abgesehen von Schloss und Meierhof, aus einer etwa 750 m mal 250 m großen Einfamilienhaussiedlung besteht.
Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 8 Häuser, 19 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 75. 1880: 1 Haus, 25 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 58. 1890: 2 Häuser, 20 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 59. 1900: 2 Häuser, 19 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 78. 1910: 2 Häuser, 21 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 40. 1923: 2 Häuser, 23 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 16. 1934: 34 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 16. 1961: 2 Häuser, 23 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 256. 2001: 99 Gebäude (davon 94 mit Hauptwohnsitz) mit 103 Wohnungen; 296 Einwohner und 31 Nebenwohnsitzfälle; 100 Haushalte; 10 Arbeitsstätten, 4 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 99. 2011: 143 Gebäude, 378 Einwohner, 146 Haushalte, 26 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 39. 2021: 151 Gebäude, 364 Einwohner, 148 Haushalte, 31 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 34.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Frauenstein, Kärnten) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan