Der 4. Weltcup der Biathlonsaison 2025/26 bildete den Beginn des zweiten Trimesters und fand traditionell in der Lotto Thüringen Arena am Rennsteig von Oberhof statt. Die Wettkämpfe im thüringischen Wintersportort wurden vom 5. bis 11. Januar 2026 ausgetragen.

Der für Freitagnachmittag angesetzte Sprint der Damen wurde aufgrund vorhergesagtem starken Wind um einen Tag nach vorn verschoben. Der Sprint der Herren wurde daher auf Donnerstagmittag vorverlegt.

Wettkampfprogramm +4. Weltcup in Oberhof Datum Männer Frauen Do, 08.01.26 14:10 Uhr 11:30 Uhr Sprint (10 km) 14:15 Uhr Sprint (7,5 km) Fr, 09.01.26 14:25 Uhr Sprint (7,5 km) Sa, 10.01.26 12:00 Uhr Verfolgung (12,5 km) 14:25 Uhr Staffel (4 × 6 km) So, 11.01.26 11:00 Uhr Staffel (4 × 7,5 km) 14:30 Uhr Verfolgung (10 km)

Teilnehmende Nationen und Athleten Wenn Klammern um die Zahl der Athleten stehen, hat dies zur Bedeutung, dass vom entsprechenden Verband mehr Athleten für das Weltcupwochenende nominiert worden waren, als Startplätze in den Einzelrennen für die Nation zur Verfügung standen.

Nation Anzahl Athlet Athletin Europa (21 Nationen) 4+2 Florent Claude, Thierry Langer, Marek Mackels, Sam Parmantier Maya Cloetens, Lotte Lie 4+(4) Wladimir Iliew, Anton Sinapow, Blagoj Todew, Konstantin Wassilew Raja Adschamowa, Lora Christowa, Walentina Dimitrowa, Marija Sdrawkowa 6+6 Lucas Fratzscher, Philipp Horn, Johannes Kühn, Philipp Nawrath, Justus Strelow, David Zobel Selina Grotian, Janina Hettich-Walz, Franziska Preuß, Julia Tannheimer, Vanessa Voigt, Anna Weidel 4+4 Mark-Markos Kehva, Jakob Kulbin, Kristo Siimer, Rene Zahkna Regina Ermits, Susan Külm, Johanna Talihärm, Tuuli Tomingas 5+5 Tuomas Harjula, Olli Hiidensalo, Otto Invenius, Jimi Klemettinen, Tero Seppälä Inka Hämäläinen, Noora Kaisa Keränen, Venla Lehtonen, Sonja Leinamo, Suvi Minkkinen 6+6 Fabien Claude, Quentin Fillon Maillet, Émilien Jacquelin, Valentin Lejeune, Oscar Lombardot, Éric Perrot Camille Bened, Justine Braisaz-Bouchet, Lou Jeanmonnot, Océane Michelon, Jeanne Richard, Julia Simon 5+5 Didier Bionaz, Patrick Braunhofer, Tommaso Giacomel, Lukas Hofer, Elia Zeni Hannah Auchentaller, Michela Carrara, Samuela Comola, Rebecca Passler, Linda Zingerle (4)+(4) Renārs Birkentāls, Edgars Mise, Aleksandrs Patrijuks, Andrejs Rastorgujevs Baiba Bendika, Elza Bleidele, Annija Sabule, Estere Volfa (4)+3 Nikita Čigak, Karol Dombrovski, Tomas Kaukėnas, Vytautas Strolia Natalija Kočergina, Judita Traubaitė, Lidija Žurauskaitė (4)+1 Pawel Magasejew, Maxim Makarow, Andrei Ussow, Michail Ussow Alina Stremous 6+6 Sverre Dahlen Aspenes, Vetle Sjåstad Christiansen, Johannes Dale-Skjevdal, Isak Leknes Frey, Martin Nevland, Martin Uldal Åsne Skrede, Maren Kirkeeide, Karoline Offigstad Knotten, Marthe Kråkstad Johansen, Marit Øygard, Ingrid Landmark Tandrevold 4+5 Simon Eder, Fredrik Mühlbacher, Fabian Müllauer, Dominic Unterweger Anna Gandler, Anna Juppe, Lea Rothschopf, Lara Wagner, Dunja Zdouc 4+4 Konrad Badacz, Grzegorz Galica, Jan Guńka, Fabian Suchodolski Monika Hojnisz-Staręga, Joanna Jakieła, Anna Mąka, Kamila Żuk 4+1 George Buta, George Colțea, Raul Flore, Dmitri Schamajew Anastassija Tolmatschowa 6+6 Viktor Brandt, Jesper Nelin, Martin Ponsiluoma, Sebastian Samuelsson, Henning Sjökvist, Malte Stefansson Sara Andersson, Linn Gestblom, Anna-Karin Heijdenberg, Anna Magnusson, Elvira Öberg, Hanna Öberg 5+5 Joscha Burkhalter, Dajan Danuser, Niklas Hartweg, James Pacal, Sebastian Stalder Amy Baserga, Aita Gasparin, Lena Häcki-Groß, Lea Meier, Lydia Mettler 3+4 Šimon Adamov, Jakub Borguľa, Martin Maťko Anastasiya Kuzmina, Júlia Machyniaková, Mária Remeňová, Zuzana Remeňová 5+4 Miha Dovžan, Ruj Grošelj Simić, Lovro Planko, Matic Repnik, Toni Vidmar Manca Caserman, Polona Klemenčič, Anamarija Lampič, Lena Repinc 5+4 Vítězslav Hornig, Mikuláš Karlík, Michal Krčmář, Jonáš Mareček, Tomáš Mikyska Lucie Charvátová, Markéta Davidová, Jessica Jislová, Tereza Voborníková 5+5 Bohdan Borkowskyj, Witalij Mandsyn, Denys Nassyko, Dmytro Pidrutschnyj, Bohdan Zymbal Chrystyna Dmytrenko, Julija Dschyma, Olena Horodna, Oleksandra Merkuschyna, Daryna Tschalyk 2+1 Graham Benson, Jacques Jefferies Shawna Pendry Amerika (2 Nationen) (4)+4 Zachary Connelly, Jasper Fleming, Logan Pletz, Adam Runnalls Nadia Moser, Pascale Paradis, Benita Peiffer, Shilo Rousseau 4+(4) Sean Doherty, Maxime Germain, Paul Schommer, Campbell Wright Luci Anderson, Margie Freed, Deedra Irwin, Joanne Reid Asien (2 Nationen) (4)+(4) Ässet Düissenow, Wladislaw Kirejew, Wadim Kurales, Alexander Muchin Milana Genewa, Polina Jegorowa, Darja Klimina, Aischa Rakischewa 1+1 Choi Du-jin Jekaterina Awwakumowa Ozeanien (1 Nation) 1 Noah Bradford Sonstige (1 Nation) Biathlon Refugee Team 1 Daryja Dalidawitsch

Ausgangslage Den Weltcupgesamtstand führten nach dem ersten Saisondrittel Johan-Olav Botn und Lou Jeanmonnot an.

Im norwegischen Verband hatten einige Umstellungen erfolgen müssen: Am 23. Dezember des Vorjahres war Sivert Guttorm Bakken verstorben (siehe hier). Seinen Platz übernahm Isak Frey, der ansonsten im IBU-Cup an den Start hätte gehen sollen. Der Gesamtweltcupführende Botn sowie Sturla Holm Lægreid fehlten krankheitsbedingt, für sie rückten Sverre Dahlen Aspenes und Debütant Martin Nevland nach. Für das französische Team startete anstatt Paula Botet wieder Jeanne Richard. Für Schweden ging anstatt Oscar Andersson, der in Le Grand-Bornand sein Debüt gegeben hatte, Viktor Brandt wieder an den Start; im Damenfeld mussten Ella Halvarsson und Johanna Skottheim krankheitsbedingt pausieren, womit Linn Gestblom wieder zu einem Einsatz kam.

Im deutschen Team hatte es drei Besetzungswechsel gegeben. So war Selina Grotian nach längerer Wettkampfpause zurück und ersetzte Julia Kink, darüber hinaus liefen Lucas Fratzscher und Johannes Kühn anstatt Simon Kaiser und Danilo Riethmüller. Die österreichische Mannschaft musste, ebenfalls krankheitsbedingt, auf Lisa Hauser, David Komatz und Anna Andexer verzichten, womit Dunja Zdouc, Fredrik Mühlbacher und – zum ersten Mal in diesem Winter – Lara Wagner zu einem Start kamen. Der Schweizer Verband hatte nach überstandener Krankheit Niklas Hartweg im Tausch gegen Jeremy Finello nominiert, zudem lief Lydia Mettler für Coralie Langel. Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi verzichteten auf eine Teilnahme, um privat zu trainieren, und wurden durch Michela Carrara und Linda Zingerle vertreten. Didier Bionaz war zudem im Tausch mit Christoph Pircher wieder zurück in der Mannschaft.

Mit der Weißrussin Daryja Dalidawitsch, die seit etwa vier Jahren in Polen lebt und mit dem polnischen Verband trainiert, ging erstmals eine Athletin des im Herbst 2024 ins Leben gerufenen sogenannten Biathlon Refugee Teams an den Start.

Ergebnisse 8. Januar 2026 (Do.) Sprint (10 km) 8. Januar 2026 (Do.) Sprint (7,5 km) 10. Januar 2026 (Sa.) Verfolgung (12,5 km) 10. Januar 2026 (Sa.) Staffel (4 × 6 km) 11. Januar 2026 (So.) Staffel (4 × 7,5 km) 11. Januar 2026 (So.) Verfolgung (10 km)

Verlauf Sprint Männer Start: Donnerstag, 8. Januar 2026, 11:30 Uhr

Platz Sportler Zeit Schieß­fehler 1 25:01,7 min 1+0 2 +13,2 0+1 3 +25,2 1+0 4 +31,2 0+1 5 +31,4 0+1 6 +32,5 0+2 7 +38,7 0+1 8 +43,5 0+0 +43,5 0+1 10 +50,8 0+2 12 +59,9 0+1 16 +1:24,1 1+1 17 +1:27,0 0+0 21 +1:29,7 0+0 24 +1:39,0 0+0 26 +1:40,8 0+1 36 +1:58,6 0+3 46 +2:13,0 0+3 54 +2:21,8 2+2 59 +2:26,7 1+1 60 +2:27,7 2+3 61 +2:28,2 0+2 65 +2:32,9 2+1 73 +2:44,3 1+0 79 +3:09,0 1+2 +3:09,0 0+0 83 +3:12,6 2+0 93 +3:50,5 1+2 98 +4:17,5 0+3 104 +6:39,9 (ADJ) 3+4

Gemeldet und am Start: 104

Vor dem Sprintrennen in Oberhof wurde eine Schweigeminute für den verstorbenen Sivert Guttorm Bakken abgehalten, Bakken wurde im gleichen Zuge die symbolische Startnummer eins verliehen und der Wettkampf wurde mit Nummer zwei eröffnet. Siegreich war am Ende Tommaso Giacomel, der seinem langjährigen Freund Bakken den Sieg widmete. Giacomel sowie das norwegische Team um den drittplatzierten Johannes Dale-Skjevdal waren das Rennen zudem mit einem Trauerflor am Arm angegangen. Philipp Nawrath belegte nach einer starken Leistung Rang zwei und sorgte damit für das zweite deutsche Einzelpodest der Saison. Lukas Hofer zeigte ebenfalls seine stärkste Saisonleistung und wurde Achter, auch David Zobel und Lucas Fratzscher überzeugten unter den besten 20. Das beste Karriereergebnis und gleichzeitig Weltcuppunkte gab es für Sverre Dahlen Aspenes (19.), Martin Nevland (20. beim Weltcupdebüt) und Jakub Borguľa (31.). Die schnellste Kurszeit hatte Johannes Dale-Skjevdal.

Frauen Start: Donnerstag, 8. Januar 2026, 14:15 Uhr

Platz Sportler Zeit Schieß­fehler 1 22:00,6 min 0+0 2 +21,1 0+0 3 +23,6 0+0 4 +33,7 0+0 5 +47,1 0+1 6 +49,5 1+0 7 +54,9 0+1 8 +59,9 0+1 9 +1:01,5 2+0 10 +1:03,8 0+1 11 +1:08,1 0+0 14 +1:13,9 1+0 17 +1:19,8 1+1 18 +1:22,5 0+0 25 +1:36,8 1+0 27 +1:38,8 0+0 30 +1:45,2 2+0 32 +1:50,2 0+1 35 +1:57,5 0+1 36 +2:00,3 0+1 40 +2:01,7 0+2 41 +2:02,4 2+0 44 +2:05,4 1+0 52 +2:17,3 0+1 55 +2:18,1 0+2 56 +2:20,0 0+1 57 +2:21,8 1+1 61 +2:33,6 2+0 74 +3:15,9 1+2 79 +3:24,3 1+2 83 +3:46,5 1+3

Gemeldet: 95 Nicht am Start:

Mit der schnellsten Kurszeit und fehlerfreiem Schießen entschied Elvira Öberg den Damensprint für sich, hinter ihr klassierten sich ebenfalls ohne Schießfehler Suvi Minkkinen und Julia Simon, die ihr erstes Podest der Saison einfuhr. Janina Hettich-Walz erreichte erstmals im Winter ein Top-10-Ergebnis, Anastasiya Kuzmina erzielte Platz 20 und damit ihr bestes Weltcupergebnis seit ihrem vorübergehenden Rücktritt. Weiterhin gab es mit Rebecca Passler (11.), Nadia Moser (19.), Luci Anderson (21.), Mária Remeňová (34.) und Linda Zingerle (40.) mehrere persönliche Bestleistungen in den Punkterängen.

Verfolgung Männer Start: Samstag, 10. Januar 2026, 12:00 Uhr

Platz Sportler Zeit Schieß­fehler 1 37:15,4 min 2+2+2+0 2 +4,5 0+1+0+3 3 +8,8 1+2+2+1 4 +11,4 1+0+2+2 5 +12,4 2+2+2+0 6 +14,0 2+1+0+1 7 +20,7 0+1+0+0 8 +25,7 3+1+1+0 9 +31,1 1+1+1+0 10 +35,4 0+1+2+0 14 +45,5 1+1+3+2 19 +1:26,4 1+1+1+0 22 +1:32,6 2+1+3+0 24 +1:43,9 0+0+1+0 25 +1:48,8 0+1+0+1 27 +2:00,0 1+0+2+1 28 +2:01,2 0+0+0+1 35 +2:26,1 0+0+2+1 36 +2:29,0 1+0+1+0 37 +2:29,7 0+1+2+1 38 +2:49,8 0+3+1+1

Gemeldet: 60 Nicht am Start: , , ,

Bei schwierigen Bedingungen blieb Tommaso Giacomel als einziger der führenden Athleten beim letzten Schießen fehlerfrei und sicherte sich trotz sechs vorherigen Schießfehlern nach dem Sprint- auch den Verfolgungssieg. Martin Uldal war lange Zeit Führender, verpasste aber am letzten Stehendanschlag drei Scheiben. Der Sprintzweite Johannes Dale-Skjevdal überquerte als Dritter die Ziellinie. Einigen Athleten gelang es, einen großen Rückstand aufzuholen. Dmytro Pidrutschnyj (41 auf 7), Vítězslav Hornig (39 auf 11), Grzegorz Galica (49 auf 23), Joscha Burkhalter (59 auf 24), Olli Hiidensalo (56 auf 29) und Konstantin Wassilew (57 auf 30) seien beispielhaft genannt. Für Galica, Wassilew und Martin Maťko (Rang 39) sprang das beste Karriereergebnis in den Punkterängen heraus. Philipp Horn ging aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Start.

Frauen Start: Sonntag, 11. Januar 2026, 14:30 Uhr

Platz Sportler Zeit Schieß­fehler 1 31:38,5 min 0+1+0+0 2 +16,6 0+1+0+0 3 +1:04,5 1+0+1+0 4 +1:15,5 0+1+0+2 5 +1:20,7 0+1+1+0 6 +1:21,8 0+0+1+1 7 +1:41,5 2+0+1+0 8 +1:47,4 0+0+0+0 9 +1:53,1 0+0+0+0 10 +1:54,9 2+0+1+1 12 +2:09,6 1+1+1+0 13 +2:25,7 0+0+0+1 17 +2:39,7 0+0+2+3 21 +2:52,1 0+0+0+0 23 +2:56,2 2+0+1+0 25 +3:12,1 1+3+1+0 26 +3:28,5 1+1+0+1 28 +3:30,0 0+0+3+1 38 +4:03,8 1+0+2+0 41 +4:16,5 1+0+3+0 43 +4:22,2 0+3+0+0 45 +4:26,6 3+2+1+2 46 +4:27,0 1+1+1+2 48 +4:29,2 0+0+3+2 49 +4:39,7 1+0+1+1 50 +5:04,6 1+1+2+1 55 +6:23,4 2+0+1+0

Gemeldet: 60 Nicht am Start: ,